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Dezember
2008
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Gemeinsam
gegen Rechts
Für
den 3. November hatte die Landtagsfraktion der
NPD einen Info-Stand in Neubrandenburg
angemeldet.
Nach
den obligatorischen jährlichen Aufmärschen mit
mehr oder weniger viel Action drum
herum werden wir sie nun mit großer
Wahrscheinlichkeit häufiger auch so
erleben. Wahlen stehen vor der Tür!
Am
Info-Stand, mit einem Flyer oder einer
Zeitung in der Hand, geschniegelt und
gestriegelt - so treten sie den Bürgerinnen und
Bürgern bieder gegenüber. Scheinbar
wie andre auch!
Und
im „Vorbeiflitzen“ wird mancher erst
im Nachhinein bemerken, welches Papier
er da mitgenommen hat. Und - es wird
Menschen geben, die stehen bleiben und
mit den Nazis reden werden - befürwortend
oder diskutierend.
An
diesem Montagnachmittag erlebten wir
eine tolle gemeinsame Gegenaktion von
Vertretern des Netzwerkes „Neubrandenburg
bleibt bunt“ und Jugendlichen aus
verschiedenen antifaschistischen Gruppen,
vornweg dem AJZ (Alternatives
Jugendzentrum Neubrandenburg)
Am
Morgen hatten bereits der Stadtvorsitzende der
LINKEN, Dieter Kowalick, und der
SPD-Kreisvorsitzende Michael Stieber
gemeinsam Plakate „Bunt statt braun“
aus einer früheren Malaktion vor Ort
angebracht. Die mussten die Nazis über
sich ertragen.
Auch
wenn optisch die jungen Leute mehr
„Aufsehen“ erregten - witzig, besonnen und
klug standen sie den Nazis gegenüber
und haben Mitbürger informiert, von
wem sie da Material erhalten. Und
es war sehr erfolgreich. Mindestens jeder
zweite hat Zeitung oder Flyer in einen eigens
dafür vorgesehen Müllsack geworfen.
Die
Nazis fanden es gar nicht toll, nicht wirklich
zum Zuge zu kommen. 4 Stunden harrten
sie aus - wir auch! Und kein Anzeichen
von Gewalt von links!
Das
Wahljahr 2009 wird diesbezüglich eine
Bewährungsprobe für uns alle. Wir
werden den Nazis immer häufiger im
Alltag begegnen- nicht nur in ihren Marschformationen.
Und dafür müssen wir fit sein
organisatorisch, geistig und körperlich.
Sie
werden wir eher nicht agitieren müssen -
aber die Bürgerinnen und Bürger müssen
wir über die nationalsozialistischen Ideen
und Vorstellungen von Politik und Gesellschaft, über
ihre Losungen und ihr Agieren
aufklären. Wir - und das sind
alle demokratischen, friedliebenden Menschen
- müssen alle Kraft darauf
verwenden, den Einzug der Nazis in
die Parlamente auf allen Ebenen möglichst zu
verhindern.
Dabei
hilft Protest bei Demos und Info-Ständen, aber auch
das Gespräch mit Freunden,
Kollegen und Mitbürgern zu diesem
Thema. Eins wird nicht funktionieren -
wegschauen!
Regina
Bärens
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