Unser Kreisverband

 

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Juni 2008

DIE LINKE MIROW LÄDT EIN 

 

Das Forum am 26.05.2008 mit Dr. Marianne Linke zum Thema „Soziale Schieflage bei Gesundheitsreform, Renten und Pflegeversicherung – Wie weiter?“, organisiert vom Stadtverband Mirow, war ein Erfolg für DIE LINKE. Die Anzahl der Sympathisanten überschritt weit die der Mitglieder unserer Partei. Sofort wurde deutlich, hier ging es um Fragen, die die Bürger tief bewegen.

Zunächst schilderte Dr. Marianne Linke erste Eindrücke vom 1. Parteitag der  LINKEN in Cottbus. Sie hob besonders hervor wie Oskar Lafontaine in seiner bedeutsamen Rede die Notwendigkeit, den Sozialstaat umzukrempeln, begründet hat. Wir wollen einen Aufschwung für die Mehrheit, sonst sei es kein Aufschwung, begründete sie anhand von Fakten und Zahlen. DIE LINKE will mit ihren Anträgen im Bundestag ihre Regierungsfähigkeit unter Beweis stellen und zugleich ihre Opposition zur Politik der Großen Koalition verdeutlichen. Genossin Linke erläuterte aus dieser Sicht den Leitantrag, den der Parteitag beschloss. Er enthält ein Zukunftsinvestitionsprogramm in Höhe von 50 Mrd. Euro. Damit könne in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Umwelt, kommunaler Daseinsvorsorge und öffentlicher Beschäftigung eine Million tariflich bezahlter Arbeitsplätze geschaffen werden. Mit diesen und weiteren Gedanken aus Lafontaines Rede fordert Genossin Linke uns auf, auch selbst den politischen Diskurs von links mitzubestimmen. DIE LINKE hat in Cottbus Antworten auf Fragen angeboten, die von anderen Parteien unterschätzt,  ignoriert und kleingeredet werden. Nach den Ausführungen von Dr. Linke begann sofort eine rege Diskussion, sie ging über 2 Stunden. Dabei standen im Mittelpunkt Fragen und Standpunkte zur gegenwärtigen Gesundheitsreform und zur Rentenpolitik. Teilnehmer schilderten aus eigenen Erfahrungen, wie die Schere zwischen arm und reich immer größer wird, wie soziale Leistungen des Staates gekürzt wurden. Die 1,1 % ige Erhöhung der  Rente ist ein guter Schritt, aber bringt wenig. 2008 werden die Preise um 3 % steigen, dann haben wir 2 % weniger in der Tasche. Empört wurden die Zahlen aus dem Armutsbericht der Regierung und zur Kinderarmut aufgenommen. Dass mehr als jedes sechste Kind von Armut bedroht oder gar betroffen ist, dass insbesondere Kinder von Alleinerziehenden darben, dass Ausländer am Ende stehen, ist ein gesellschaftspolitischer Skandal.

Dr. Marianne Linke nannte eine Alternative: Gute und sichere Arbeitsplätze, gerechte Löhne und eine praktikable Rentenformel. Die interessante Diskussion führte immer zu der Frage, wie kann dieser Zustand verändert werden. Um die Ideen umzusetzen, reicht das Wohlwollen der LINKEN allein nicht aus. Mehrheiten auf Bundesebene müssen her. Obwohl DIE LINKE im Bundestag noch weitgehend isoliert dasteht, gibt sich Dr. M. Linke optimistisch: „Dass linke Ideen umsetzbar sind, zeigt derzeit die Diskussion um den Mindestlohn.“ „ Wir müssen der Gesellschaft vermitteln, dass unsere Vorschläge realistisch sind.“ Der interessante und informative Disput endete in der Forderung: In den Gesprächen mit den Nachbarn und Bekannten für die Ideen und Forderungen der LINKEN zu werben und zu streiten. 

 

Heinz Pergande

 

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