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Juni
2008
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AM
1. JUNI HAT IM LANDKREIS DEMMIN DIE
ERDE EIN BISCHEN GEWACKELT
Liebe
Genossinnen und Genossen, liebe Freunde!
Am
1. Juni hat im Landkreis Demmin die Erde ein bischen
gewackelt. Es ist vollbracht. Einige Monate harten
Wahlkampfarbeit, voll mit Bangen und Hoffen, haben
sich ausgezahlt und uns den Sieg beschert. Ich weiß,
dass ganz viele daran
beteiligt waren. Das politisch bekanntlich sehr, sehr
schwarze Demminer Land „geknackt“ zu haben, ist
eine kollektive Leistung des ganzen Kreisverbandes
Mecklenburgische Seenplatte.
Torsten
hat zu Jahresanfang gesagt, dass die Wahlen unsere
erste große Bewährungsprobe als neuer Kreisverband sind.
Wir haben sie bestanden. Ich danke den vielen, vielen
Genossinnen und Genossen aus der Müritzregion, den
Mecklenburg-Strelitzern, den Neubrandenburgern und
natürlich meinem Regionalverband, die mit den
Steckaktionen durch die Dörfer gezogen sind, die
Plakate geklebt und gehängt haben, die mich
solidarisch in unzähligen Veranstaltungen begleitet
haben und die in ihrem Umfeld für Ihren Kandidaten
warben. Meinem Wahlkampfteam, den Genossinnen und
Genossen in den Geschäftsstellen und der
Landtagsfraktion sei von Herzen Dank gesagt. Ich
möchte hier an dieser Stelle bewusst keine Namen
nennen, weil ich weiß, das bei der Riesenschar von
Mitstreitern immer welche vergessen werden, und das
hätten sie nicht verdient. Besonders danken
will ich namentlich aber doch
Gregor Gysi, der, obwohl in schwierige Kämpfe
verwickelt, die Zeit fand, mich vor Ort zu
unterstützen. Unser Landesvorsitzender Peter Ritter
war mir ein guter Ideengeber (Es geht ums Ganze) und
hat selbst an vielen Orten und Infoständen gekämpft.
Torsten, unser Kreisvorsitzender, hat die „Strippen
gezogen“, offensichtlich die richtigen. Dieser
Wahlkampf hat die Kampagnefähigkeit unseres
Kreisverbandes ebenso unter Beweis gestellt, wie die
Qualität seines inhaltlichen Angebotes. Die
Wählerinnen und Wähler haben deutlich honoriert,
dass ich ihnen mit Themen begegnet bin und nicht mit
Worthülsen. Ich hatte es dabei inhaltlich relativ
leicht, weil die Linke in unserer Region sich in
vielen wahlkampfrelevanten Fragen schon seit längerem
öffentlich positioniert hatte. Unsere Auffassungen
zur Kreisgebietsreform (Geschlossenheit), zum Erhalt
des kommunalen Eigentums (kein
Verkauf des Krankenhauses oder des Verkehrsbetriebes),
die Ablehnung der Agrarindustrieanlage mit 10.000 Zuchtplätzen
für Schweine in der Tollensetalregion und zur
Modernisierung der Verwaltung, wurde als substanziell
und mit breiter
Zustimmung zur Kenntnis genommen. Die Unterstützung
in diesem Wahlkampf war so breit wie nie in dieser Region.
Ja es stimmt, dass auch prominente Leute, die eher als
konservativ orientiert bekannt sind, mich unterstützt
haben. Auf den
Unterstützungsanzeigen finden sich neben den Unseren
auch Mitglieder oder Funktionsträger der Grünen, der
SPD und der CDU wieder. Geeint hat sie in ihrer
Bereitschaft zur Unterstützung die Erkenntnis, dass
es so wie in 18jähriger
CDU-Herrschaft nicht weiter gehen kann. Die
Verantwortung für die höchste Arbeitslosigkeit, die
niedrigste Kaufkraft
oder die höchste Abwanderungsrate in ganz
Deutschland, um nur einige Superlative zu nennen, hat
hier einen Namen
und der lautet CDU. Ich weiß, dass ich nach 18 Jahren
kommunaler Politik einen Bekanntheitsgrad habe und als
personelles Angebot für einen Wechsel akzeptiert
worden bin. Ich bin mir der gewaltigen Hypothek
bewusst. Es gibt ganz sicher über den hinter uns
liegenden Wahlkampf noch viel zu erzählen. Wir werden
trotz oder gerade wegen des
Erfolges genau analysieren und uns über Gelungenes
freuen und über „Vergeigtes“ ärgern und unsere
Schlussfolgerungen ziehen. Allen an dieser Stelle noch
mal ein großes, großes Dankeschön und mein
Versprechen, die vielen Erwartungen die in mich
gesetzt werden, so sie denn realistisch sind, auch zu
erfüllen.
Dabei
brauchen wir einander, und das mehr denn je.
Euer
Landrat Siegfried
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