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Januar
2008
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Gedenktage
Viele
Tage bieten Anlass den Opfern des deutschen Faschismus
und des II. Weltkrieges zu gedenken. Da ist der
traditionelle zweite Sonntag im September, 1945 in
Berlin von den Überlebenden der Konzentrationslager
zum ersten mal begangen.
Da
ist der 8. Mai, in Mecklenburg-Vorpommern als einzigem
Bundesland - dank der Initiativen der damaligen PDS -
offizieller Landesgedenktag.
Da
ist auch der zweite Sonntag in jedem Januar - der
Gedenktag an Karl und Rosa. Diese Tage sind für uns,
Mitglieder und Sympathisanten der LINKEN, feste
Bestandteile unseres Wirkens für mehr Demokratie und
Toleranz, gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus.
Es sind Tage der Mahnung, Erinnerung und Begegnung.
.
Wir rufen an diesen Tagen alle demokratisch gesinnten
Bürgerinnen und Bürger, Parteien, Vereine und Verbände
auf, gemeinsam mit uns deutlich und öffentlich Flagge
zu zeigen. Und sind oft genug enttäuscht, wenn wir
unter uns bleiben. Ja - und dann ist da noch der 27.
Januar, der in der Bundesrepublik offizielle "Tag
des Gedenkens an die Opfer des
Nationalsozialismus". Ist dieser Tag auch unser
Gedenktag? Diese Frage wurde auf der vorletzten
Sitzung des Kreisvorstandes gestellt und diskutiert.
Ich sage: Ja - es ist, es muss auch unser Gedenktag
sein, an dem wir durch unser Mittun und Dabei sein
auch das demonstrieren, was wir von Anderen an anderen
Gedenktagen erwarten. Der Gedenktag 27. Januar wurde
durch Proklamation des damaligen Bundespräsidenten
Roman Herzog am 3. Januar 1996 eingeführt. Lange
bevor Herzog dies tat, hatte übrigens Gregor Gysi
diesen Vorschlag im Bundestag unterbreitet. In seiner
Proklamation führte Herzog aus:
:
"Die Erinnerung darf nicht enden, sie muss auch künftige
Generationen zu Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb
wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in
die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und
Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer
gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung
entgegenwirken."
Lange
genug hat es in der Bundesrepublik gedauert, bis
solche Worte vom höchsten Repräsentanten des Staates
gesprochen wurden.
Deshalb
ist es notwendig, dass auch wir an diesem Tag deutlich
machen: Nie wieder Faschismus - nie wieder Krieg! Am
27. Januar 1945 hatten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden
des KZ Auschwitz befreit. Seit 1996 ist dieser Tag nun
offizieller Gedenktag, der seitdem auch durch öffentliche
Veranstaltungen des Landtages Mecklenburg-Vorpommern
seine Würdigung erfährt. Am 01. November 2005 erklärte
die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27.
Januar in einer Resolution offiziell zum
Internationalen Holocaustgedenktag. Dieser Tag wird außer
in Deutschland unter anderem auch in Israel, Großbritannien
und Italien offiziell begangen.
Ein
wichtiger Tag also, an dem die LINKE deutlich machen
muss, das der Kampf um Demokratie und Toleranz tägliche
Herausforderung ist. Ich begrüße daher den Vorschlag
der Neubrandenburger Genossinnen und Genossen außerordentlich,
an diesem Tag zu einer würdevollen Veranstaltung nach
Neubrandenburg einzuladen. Nutzen wir diese
Veranstaltung um deutlich zu machen, dass wir keine
alten und neuen Nazis wollen - nicht auf der Straße,
nicht in den Parlamenten, nicht in den Köpfen!
Wir
sehen uns am 27. Januar in Neubrandenburg!
Euer
Peter Ritter
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