|
POLITISCHE
ERKLÄRUNG ANLÄSSLICH DER GRÜNDUNG DES
KREISVERBANDES "MECKLENBURGISCHE SEENPLATTE"
Wir
wollen noch wirksamer mit den in unserer Region
lebenden Menschen die Interessen derer vertreten, die
durch neoliberale Politik benachteiligt, ausgebeutet
und ausgegrenzt werden. Innerhalb eines breiten Bündnisses
all jener, die eine andere, eine menschenfreundliche
Politik für notwendig und machbar halten, wollen wir
konkrete und praktische Antworten finden, um im Alltag
mehr soziale Gerechtigkeit durchzusetzen. In
Gewerkschaften, Sozialverbänden,
Frauenorganisationen, kirchlichen und
globalisierungskritischen Gruppen, Künstlerinnen und
Künstlern sowie Umweltverbänden sehen wir Partner.
Wir werden auf sie zugehen und wir bitten sie, auf uns
zuzugehen.
Die
Lebenssituation vieler fordert uns zum Handeln heraus:
für
eine chancengleiche Entwicklung der Heranwachsenden,
gegen Kinderarmut
für
existenzsichernde Löhne, gegen Armut trotz Arbeit
für
auskömmliche Renten in einem solidarischen
Rentensystem, gegen Rente mit 67
für
ein friedliches Zusammenleben der Menschen, gegen ein
Bombodrom hier und anderswo
für
den Erhalt und die Mehrung kommunalen Eigentums, gegen
die weitere Zerstörung demokratischer
Selbstverwaltung in den Kommunen
für
eine nachhaltige regionale Entwicklung, die
wirtschaftliche, ökologische und soziale Belange
gleichermaßen berücksichtigt. Unser Engagement ist
mit grundsätzlicher Kritik an kapitalistischer
Produktion und Politik verbunden, denn darin liegen
die entscheidenden Ursachen für völkerrechtswidrige
Kriege, Chancen vernichtende Armut und radikal
fortschreitende Umweltzerstörung. Kapitalismus kann
keines dieser Menschheitsprobleme lösen.
Als
Teil des Landesverbandes M-V sowie unserer bundesweit
agierenden Partei zielt unser politisches Handeln auf
Veränderungen dieser Verhältnisse.
Wir
treten für die Verteidigung der Grundrechte und gegen
die Aushöhlung des Grundgesetzes durch neoliberale
Politik ein. Im anwachsenden Neofaschismus sehen wir
große Gefahren für ein die Menschenrechte
respektierendes, demokratisches Miteinander. Auch
deshalb wirken wir gemeinsam mit anderen
Antifaschistinnen und Antifaschisten für Humanismus
und Weltoffenheit.
Der
gegenwärtigen neoliberalen Politik wollen wir in
dreifacher Hinsicht begegnen:
1.
Mit der Fusion zum Kreisverband "Mecklenburgische
Seenplatte" wollen wir dazu beitragen, dass Lügen
und Widersprüche neoliberaler Politik aufgedeckt
werden und so der Widerstand dagegen gestärkt wird.
2.
Als größter Kreisverband der Partei DIE LINKE in
Mecklenburg-Vorpommern wollen wir unsere Kräfte noch
deutlicher dafür einsetzen, um sowohl gesellschafts-
als auch kommunalpolitische Alternativen zu der von
Konservativen in allen Parteien geprägten Politik
aufzuzeigen.
3.
Der neu gebildete Kreisverband der Partei DIE LINKE
will insgesamt eine Politik machen, die Menschen
anregt, sich energisch in ihre eigenen Angelegenheiten
einzumischen.
Weil
wir wissen, dass die gegenwärtig herrschende Politik
nur den Interessen weniger dient und weil wir zutiefst
davon überzeugt sind, dass eine andere, eine
friedliche und sozial gerechte Welt, möglich und
machbar ist, werden wir uns Heute und in Zukunft
zwischen Müritz, Peene und den Helpter Bergen für
diese Vision des Zusammenlebens der Menschen
engagieren.
|