Unser Kreisverband

 

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Februar 2007

 

Interview mit Wulf Bednorz,Bürgermeister der Gemeinde Blankensee

 

Wulf, du wurdest vor vier Monaten mit 70,1% der Stimmen als Bürgermeister gewählt.Was bewog dich dazu, neben deiner Tätigkeit als Tierarzt noch eine weitere verantwortungsvolle Aufgabe anzustreben?

Antwort: Eine starke Gemeinde - die größte in der Region - braucht einen starken, zielbewussten Bürgermeister. Ein solcher wurde für Blankensee gesucht und ich wollte meine in ehrenamtlicher Arbeit gewachsene kommunalpolitische Kompetenz einbringen. Mich freuen Zuspruch und Vertrauen, zumal sich die Wähler bewusst für einen Linken entschieden haben.

Woran konntest du bei deiner Amtsübernahme anknüpfen?

Antwort: Blankensee ist eine Gemeinde mit einer intakten Infrastruktur. Wir haben eine regionale Schule mit Grundschulteil als Ganztagsschule. Wir verfügen über ein Jugendfreizeitzentrum und eine Kindertagesstätte. Es gibt zwei Einkaufsmöglichkeiten, eine Bank, zwei Gaststätten. Und wer zum Arzt muss, kann vor Ort zu ihm. Wichtiger aber noch ist das ehrenamtliche Engagement vieler Einwohner, insbesondere der Gemeindevertreter der Linkspar-tei.PDS, die sich beharrlich für soziale Gerechtigkeit einsetzen.

Woran misst du, mit Blick auf Blankensee, was es heißt, sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen?

Antwort: Zum Beispiel hat sich unser Einsatz für das "Längere gemeinsame Lernen" und der Kampf um den Erhalt unserer Schule gelohnt. Nicht nur weil wir uns dafür engagierten, dass 2 Mio. € in den Schulneubau flossen, haben wir mit dafür gesorgt, dass die Schule bleibt. Durch den Richtungswechsel in der Schulpolitik, hin zum "Längeren gemeinsamen Lernen" der Schüler bis Klasse 6, bleibt die Schule auf absehbare Zeit bestandsfähig.

Was hast du in den letzten Wochen und Monaten in Angriff genommen?

Antwort: Mir war und ist wichtig, dass die Gemeinde auf soliden finanziellen Grundlagen steht, wir Verbindlichkeiten schneller tilgen und uns zugleich die Rücklage von 800.000 € bewahren. Zum anderen will ich deutlich machen, dass unsere Partei nicht nur von nachhaltiger Entwicklung redet, sondern auch etwas dafür tut. So prüfen wir derzeit das Anbringen von Solar platten auf den Dächern der Schule, um selbst Energie zu erzeugen und darüber hinaus dann auch zu verkaufen. Um öffentliche Einrichtungen zu erhalten, müssen wir auch für ihre Wirtschaftlichkeit sorgen.

Realisiert die Gemeinde dieses und andere Vorhaben aus eigener Kraft?

Antwort: Zum Teil aus Eigenmitteln. Andererseits wollen wir auch Fördermittel nutzen, die für den ländlichen Raum bereit-gestellt werden. Letztere beispielsweise für eine Verknüpfung von Teilen des Nationalparks "Müritz" also dem Bereich Seerahn mit dem Gebiet rund um den Tollensesee. Wir liegen ja direkt zwischen beiden Regionen und haben mit unserer Klosteranlage selbst attraktives zu bieten.

Wie arbeitest du als Bürgermeister mit jungen Leuten zusammen?

Antwort: Vielfältig. Derzeit erstellen Jugendliche, die unser Jugendfreizeitzentrum nutzen, den Internetauftritt unserer Gemeinde. Das ist nicht nur eine sinnvolle Sache, sie fördert zugleich die Verbundenheit mit der Gemeinde.

 

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