Unser Kreisverband

 

zurück zur Hauptseite eins 

Februar 2007

 

 

Fusion der Kreise - ein Gewinn ?  

 

 

Was gibt es doch für unterschiedliche Meinungen zur Bildung von Großkreisen in der angekündigten Verwaltungsreform. Landräte und Oberbürgermeister fürchten einen Machtverlust, die Wirtschaft erhofft sich größere Effizienz und viele Einwohner wünschen sich weniger Bürokratie und mehr bürgernahe Entscheidungsfindung. Das Zusammenwirken soll vieles einfacher und vorteilhafter machen, aber heben die erwarteten Verbesserungen die in Kauf zu nehmenden Nachteile auf? Ist die Demokratie in Gefahr oder wird sie nachhaltiger verwirklicht?

Fusionsprozesse laufen ja schon seit langem ab, und man kann getrost helfende Erfahrungen nutzen. In Neubrandenburg, Demmin, Waren und Neustrelitz gibt es genug kluge Leute, die eine nützliche Konzentration der Kräfte organisieren können. Allerdings dürfen persönliche Eitelkeiten und egozentrisches Verhalten nicht zum Zuge kommen. Weder die Gunst einer Queen noch das Beharren auf bisherige Privilegien helfen da, vernünftige Kompromisse zu finden.

Unter dem vielversprechenden Namen "Mecklenburger Seenplatte" gibt es bereits den Zusammenschluss von Banken mehrerer Kreise und auch ein Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit koordiniert jetzt die Potenzen von Neubrandenburg und vier benachbarten Landkreisen. Und sind nicht auch die Theater- und Orchester GmbH und der Musikschulzweckverband über Kreisgrenzen hinaus wirksam? Erst jüngst hat die Mobilitätszentrale der Verkehrsgemeinschaft Müritz-Oderhaff ihre Tätigkeit für den Öffentlichen Personennahverkehr in der Planungsregion "Mecklenburgische Seenplatte" in Neubrandenburg aufgenommen und will auch mit den schienengebundenen Leistungsanbietern zusammenarbeiten. An Fusionsbestrebungen und -praktiken fehlt es also nicht. Gar nicht zu reden von den Vereinen und Gesellschaften, die längst überkreislich tätig sind und dadurch ihre Kräfte bündeln und ihre Ergebnisse mehren konnten.

Meines Erachtens sind Kleinstaaterei und Partikularismus bei der weiteren Lösung unserer Probleme nur hinderlich. Man sollte schon "über den Tellerrand" schauen und vom Nachbarn lernen. Wenn Einheit stark macht, dann auch bei der Verwirklichung nützlicher ökonomischer und gesellschaftlicher Ziele. In der Gemeinschaft kann jeder seine Stärken einbringen und seine Schwächen ausgleichen. Die Bürgerinnen und Bürger wollen weder Umwege noch Schranken für ihr Mittun. Sie erwarten von Verwaltungen und Organisationen zweckmäßige Formen und Methoden des Leitens und die können im einheitlichen Miteinander am besten gefunden und praktiziert werden. Also tun wir uns zusammen!

Irina Parlow, Fraktionsvorsitzende der Linkspartei.PDS im Stadtparlament Neubrandenburg

 

zurück zur Hauptseite eins 

STARTSEITE
 
 
 
DEMMIN
MECKLENBURG-STRELITZ
MÜRITZ
NEUBRANDENBURG
 
 
externer Link DIE-LINKE.DE
externer Link DIE-LINKE-MV.DE
externer Link LINKSFRAKTION.DE
externer Link DIELINKE-LANDTAG-MV.DE
 
SEITENANFANG