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DOKUMENTE
- STANDPUNKTE - PRESSE
Pressemitteilung
Erklärung
der Partei DIE LINKE zur
Genehmigung des
vorzeitigen Baubeginns der Hähnchenmastanlage in Klein Daberkow:
Mit Enttäuschung und großem Unverständnis hat der
Vorsitzende der LINKEN des Kreisverbandes Mecklenburgische
Seenplatte, Dieter Kowalick, die Genehmigung des
Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt in
Neubrandenburg für den vorzeitigen Baubeginn der umstrittenen
Hähnchenmastanlagen in Klein Daberkow im Landkreis
Mecklenburg-Strelitz zur Kenntnis genommen.
„Diese überdimensionierten Anlagen widerspricht den
modernen Anforderungen an Umwelt- und Tierschutz und fügt der
nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum einen schweren
Schaden zu“, erklärte Kowalick am Mittwoch. Die Entscheidung für
diese riesige Anlage sei eine falsche politische
Weichenstellung und stehe im Widerspruch zu einer
nachhaltigen Agrarproduktion, regionalen
Wirtschaftskreisläufen, zur Erhöhung der Wertschöpfung im
ländlichen Raum. „Tierhaltung muss konsequent umwelt- und
tiergerecht erfolgen, und die Anlagen müssen sich in das
regionale Umfeld einordnen lassen“, betonte Kowalick.
„Wir fordern die Durchführung von Raumordnungsverfahren
bei großen Anlagen, auch um die Planungssicherheit bei
Investoren und Nutzern zu erhöhen“, so Kowalick. In anderen
Ländern wie Sachsen-Anhalt oder Nordrhein-Westfalen werde
bereits so verfahren.
Die
Genehmigung der Anlage für die Region sei auch ein schwerer
Rückschlag für die aufeinander abgestimmte Entwicklung
von Landwirtschaft und naturnahem Tourismus. „Touristische
Angebote, die sich in den letzten Jahren zunehmender
Beliebtheit erfreuen, sind durch solche Anlagen gefährdet und
die erforderlichen Transporte von Futter, Tieren und Abprodukten
werden zum Wertverlust der Region beitragen. Deshalb sind
die Genehmigungen dieser Riesenanlagen ein falsches Signal
und ein schwerwiegender Fehler, der die Zukunft der Region auf’s
Spiel setzt“ , betonte Kowalick. Die Entwicklungsmöglichkeiten
der Gemeinde und der ganzen Region würden erheblich beschränkt,
weil andere Nutzungen nunmehr beeinträchtigt oder gar unmöglich
sind.
23.02.11
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