Unser Kreisverband

 

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DOKUMENTE - STANDPUNKTE - PRESSE

Kreiswahlprogramm                                     

 

Unser zukünftiger Landkreis wird der flächenmäßig größte in der Bundesrepublik Deutschland sein. Von Dargun bis Mirow, von Friedland bis Bad Stuer will DIE LINKE  die kreisliche Entwicklung entscheidend mitbestimmen.

Mit dem größten Binnensee Deutschlands, unserer Müritz, umrahmt von Nationalpark und Seenplatte, bietet unsere Region von der Havelquelle bis zur Peene beste Voraussetzungen für eine hohe Lebensqualität.

Kommunalpolitik der Partei DIE LINKE lädt ein zum Mitarbeiten, Mitgestalten, Mitkämpfen.

Wir wollen Kommunalpolitik nicht nur für die Einwohnerinnen und Einwohner gestalten, sondern gemeinsam mit ihnen.  

Linke Kommunalpolitik bedeutet für uns auch, Widerstand gegen Bundes- und Landespolitik zu leisten, wenn durch diese die kommunale Selbstverwaltung gefährdet wird.  

 

Den gesamten Landkreis entwickeln!

Die Kreisstadt Neubrandenburg sowie die zukünftigen Zentren Neustrelitz, Demmin und Waren sind für eine umfassende Regionalentwicklung wichtig. Wir setzen uns auch dafür ein, dass die ländlichen Räume eine gleichberechtigte Beachtung erfahren. Das heißt: Arbeitsplätze, Versorgungseinrichtungen, medizinische Einrichtungen, Schulen, Sportstätten, kulturelle und soziale Begegnungsstätten müssen für alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises erreichbar und zugänglich sein. Dazu ist ein bedarfsgerechter Öffentlicher Personennahverkehr für die Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben, besonders für Kinder, Jugendliche, Ältere und Behinderte  zu sichern.

 

Regionale Wirtschaft und Arbeitsplätze sichern!

Wir setzen uns für eine Wirtschaftspolitik ein, die Ausbildungs- und Arbeitsplätze sichert. Dafür wollen wir gemeinsam mit den Unternehmen optimale Rahmenbedingungen schaffen. Regionale Wirtschaftszweige wie der Tourismus, die lebensmittelverarbeitende Industrie, der Maschinenbau und die IT-Branche müssen noch stärker als Motor der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung genutzt werden.

Wir unterstützen regionale Wirtschaftskreisläufe und die Ansiedlung von Unternehmen, die ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und eine nachhaltige ökologische Entwicklung befördern.

Regionale Wertschöpfung und die Nutzung erneuerbarer Energien sind weiterzuentwickeln und zu stärken. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises ist dem Landrat direkt zuzuordnen.

Die Konversion ehemaliger oder künftig nicht mehr genutzter militärischer Liegenschaften ist kontinuierlich fortzusetzen.                     

Wir sind für eine Landwirtschaft, die art-, umwelt- und klimagerecht ist. Wir wenden uns gegen  Tierhaltung, die Tiere quält, Mensch sowie Umwelt gefährdet und gegen die Prinzipien der Raumordnung verstößt.

Wir setzen uns für bezahlbare Pacht- und Bodenpreise für ortsansässige Landwirte ein und lehnen die Privatisierungen von Gewässern ab.

Kommunales Eigentum ist zu sichern und zu mehren. DIE LINKE lehnt daher Privatisierungen etwa beim Öffentlichen Personennahverkehr oder bei Krankenhäusern konsequent ab und unterstützt Bemühungen zur Rekommunalisierung. Investitionsentscheidungen und Auftragsvergaben der öffentlichen Hand sind an Tariftreue- und Mindestlohnkriterien zu knüpfen. Wir sind dafür, dass Menschen von ihrer Arbeit gut leben können.

Allein DIE LINKE unterstützt den nachhaltigen Ausbau des öffentlich geförderten Beschäftigungssektors jenseits des Öffentlichen Dienstes und privater Wirtschaft.

Wir fördern die Entwicklung des sanften Tourismus, einschließlich saisonverlängernder Maßnahmen und die Vernetzung mit den Zielen des Gesundheitslandes Mecklenburg-Vorpommern. Touristische Angebote zwischen Havel, Peene und Tollense müssen besser verzahnt und gemeinsam vermarktet werden.

Die regionalen Besonderheiten und Identitäten müssen stärker als Alleinstellungsmerkmale herausgestellt und beworben werden. Das Radwegenetz muss zentral geplant und in Abstimmung mit den Nachbarkreisen bedarfsgerecht ausgebaut werden. Die touristische Infrastruktur ist durch den Ausbau der Wander- und Reitwege zu verbessern.  

 

Kultur und Bildung stärken!

Wir wollen die gewachsene Vielfalt der kulturellen Angebote in unserem Kreis durch eine geschichtsbewusste und kulturvolle Politik stärken. Damit fühlen wir uns Persönlichkeiten wie Heinrich Schliemann, Fritz Reuter, Hans Fallada und uns selbst verpflichtet. Die Vielfalt der musealen Einrichtungen im Kreis, die oft über die Kreisgrenzen hinaus Bekanntheit und Bedeutung hat, ist zu sichern und zu unterstützen.

Wir bekennen uns zur Theater- und Orchester-GmbH mit ihren Sparten Konzertwesen, Musiktheater, Schauspiel und Tanz. Vereine und Verbände im sportlichen, soziokulturellen und sozialen Bereich sind zu fördern. Dabei sind die zahlreichen ehrenamtlich Tätigen stärker zu würdigen und ist deren Arbeit durch existenzsichernde Beschäftigungsmöglichkeiten zu unterstützen.

Volkshochschulen sind behutsam auf höchstem Niveau zusammenzuführen, die Bibliotheken schnell zu vernetzen, um die Bildungsmöglichkeiten in der Fläche auszubauen.

Wir fordern ein wohnortnahes Angebot von Kinderbetreuungsstätten mit hohen pädagogischen Standards, das für jedes Kind optimale Bildungschancen eröffnet. Wir setzen uns auch für den Erhalt wohnortnaher Grundschulen und der bestehenden Schul- und Berufsschulstandorte ein, die zu Regionalen Berufsbildungszentren und zu starken Partnern der Wirtschaft zu entwickeln sind.

Kinder- und Jugendarbeit erfordert gut ausgebildetes Personal. Jugend- und Schulsozialarbeit ist qualitativ und quantitativ auszubauen und bedarfsgerecht zu sichern.

Wir wollen Kinder und Jugendliche stärker als bisher für Politik interessieren und zum Mitgestalten einladen. DIE LINKE regt daher die zeitnahe Gründung eines Kreisjugendringes an, der Jugendliche aus allen politischen, demokratischen Richtungen anspricht.

  

Demokratie stärken!

Wir treten für die Stärkung demokratischer Strukturen ein. DIE LINKE wird auch weiterhin jeglichen rechtsextremistischen Tendenzen entschieden entgegentreten. Dies ist nur mit großem bürgerschaftlichen Engagement und im Bündnis mit allen zivilgesellschaftlichen Akteuren möglich.

Es sind Bedingungen zu schaffen, die Transparenz und Kontrollmöglichkeiten in der demokratischen Selbstverwaltung sichern und die ehrenamtliche Arbeit der Einwohnerinnen und Einwohner  ermöglichen. Mitspracherechte für Seniorenvertretungen sind über die Hauptsatzung des Kreises zu sichern. DIE LINKE will eine Verwaltung, die sich vor allem als bürgerfreundliche Ansprechpartnerin und kompetente Dienstleisterin versteht.

Das vom Landtag Mecklenburg-Vorpommern beschlossene Gesetz zur Landkreisneuordnung wird diesen Ansprüchen nicht gerecht. Es werden lediglich größere Kreise gebildet, wodurch die Ausgaben sogar steigen und kommunale Selbstverwaltung eingeschränkt wird. Wir wollen die Chancen zur Bildung effektiver und bürgernaher Verwaltungsstrukturen nutzen. Dazu müssen alle Aufgaben auf den Prüfstand sowie Mehrfach- und Doppelzuständigkeiten abgebaut werden. Für die Verwaltungsorganisation ist ein Struktur- und Personalentwicklungskonzept umzusetzen, bei dem Bürgernähe, Zuverlässigkeit und hohe Fachlichkeit für die Zukunft gesichert werden. Für jeden gut erreichbare Bürgerbüros und eine zwingende einheitliche Vernetzung der gesamten Kreisverwaltung sind dafür unerlässlich. Beim Zusammenführen von Einrichtungen streben wir ein Angleichen auf die jeweils höchsten Qualitätsstandards an. Bewährtes wird erst dann aufgegeben, wenn Neues überzeugend und nachhaltig vorbereitet ist. Haushaltspolitik muss im Kreis gesetzte Schwerpunkte sichern und gleichzeitig den Gemeinden Entwicklungsmöglichkeiten garantieren.

Unser neuer Landkreis kann nur mit einer starken LINKEN sozial gerechter, wirtschaftlich erfolgreicher, demokratischer, kulturell reicher und ökologischer werden!

beschlossen auf dem Kreisparteitag  am 30.04.2011

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