DIE LINKE. 

in Neubrandenburg

 

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Oktober 2009

 

Fraktion 2009

 

Die ersten Monate der Fraktion zeigen - wir sind gut aufgestellt.

Ausschussvorsitzende:

Finanz-, Jugendhilfe-, Sozialausschuss

Aufsichtsratsvorsitz:

Neubrandenburger Stadtwerke

Ende August führten wir eine dreitägige Klausur durch. Dabei befassten wir uns unter anderem mit unserem Selbstverständnis und ersten Anträgen.

1. Unser Anspruch an die zukünftige Arbeit der Fraktion:

Wir wissen: - es findet nur das statt im politischen Raum, was die Menschen auch erfahren. - es gibt die Tendenz zur Vereinfachung und Medialisierung immer komplexer werdender Inhalte - viele Menschen haben wenig Vertrauen in die politische Klasse, diese Vertrauenskrise ist ein Problem.

Bekannt ist uns jedoch auch, dass in unserer Stadt viele Menschen sich ehrenamtlich in verschiedenen Organisationen engagieren und ihre Stadt ihnen nicht egal ist. Das sind unsere Partner. Die Ratsmitglieder sind diejenigen, die die lokale Demokratie tragen. Unsere Aufgabe als Fraktion muss es sein, diese zu stärken und Mut zu machen, sich einzumischen. Wir müssen auf aktuelle Fragen der Stadtentwicklung Antworten geben können. Dazu brauchen wir das Wissen über Probleme, kommunikatives Geschick und fachliche Kompetenz ebenso wie das einüben von Spielregeln, getragen von gemeinsamen Werten und Vertrauen.

 

Kommunalpolitiker denken meistens in Maßnahmen - nicht in Zielen. Dabei verlieren sie sich oft in den Details einer Maßnahme und vergessen die Zielsetzung. Ihr kennt den Spruch, man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht, das kann auch Kommunalpolitikern passieren Angesichts vieler Vorlagen und Entscheidungen. Unsere Kunst muss es sein; Den Wald und den Baum zu sehen. Heißt also das Große Ganze und das Kleine zu sehen.

Dabei sollten wir: Partner sein für aktive Bürger, Netzwerker sein für Vereine und Verbände, Ermöglicher sein für freiwilliges Engagement und Bürgerorientierter Initiator und Moderator.

Wir müssen

1. eine positivere Kultur des Dialoges befördern

2. unsere Zukunftsfähigkeit sichern durch Qualifizierung

3. unsere Anziehungskraft steigern auch durch Teamarbeit

4. Ansehen und Vertrauen gewinnen durch neue Dialogformen

5. Zusätzliche Attraktivität schaffen für alte und neue Zielgruppen, denn 5 Jahre sind schnell vorbei

6. Nachwuchs fördern

Das ehrenamtliche politische Mandat ist ein hohes Gut der Demokratie und der Selbstverwaltung. Lasst uns daran arbeiten, es für die Zukunft noch attraktiver zu machen.

2. Schwerpunkte unserer Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit:

a) Qualifizierung der Medienarbeit: heißt die Fraktionszeitung „Rathausreport" qualifizieren, einen Internetauftritt der Fraktion realisieren und regelmäßige Pressegesprächsangebote vor Stadtvertretersitzungen durchführen.

b) Einzelpräsenz vor Ort: heißt regelmäßig Bürgersprechstunden in den Wohngebieten anbieten,

c) Fraktionspräsenz außerhalb des Rathauses: heißt gemeinsam mit der Rosa Luxemburg Stiftung und dem Kommunalpolitischen Forum politische Themen anbieten.

Einmal im Jahr ein Unternehmertag: Erstes Thema: Vergaberecht – Vergabepraxis

Einmal pro Jahr ein Vereinstag: Erstes Thema: Gemeinwohl gemeinsam gestalten.

Einmal im Quartal eine Fraktionssitzung an ausgewählten Orten außerhalb des Rathauses abhalten - ein konkretes Thema mit betroffenen BürgerInnen diskutieren.

3. Erste eigene Anträge:

Antrag: Begleitausschuss Haus der Kultur und Bildung (HKB)

Die Fraktion DIE LINKE beantragte die Bildung eines zeitweiligen Begleitausschusses zum Umbau des HKB. Er sollte mit folgenden Aufgaben ausgestattet sein.

· Erarbeitung von Stellungnahmen und Beschlussempfehlungen für die Stadtvertretung

· Beratung der Haushaltsplanung sowie der Kosten- und Finanzübersichten für das Gesamtprojekt

· Beratung des Raum- und Nutzungskonzeptes

· Begleitung des Bauablaufes und

· Begleitung der Vergaben von notwendigen Bauleistungen.

Warum dieser Vorschlag zur Bildung eines Ausschusses?

Im Frühjahr diesen Jahres hielt der Innenminister das Projekt für nicht genehmigungsfähig, da die Risiken und Belastungen für den städtischen Haushalt für zu hoch erachtet wurden. Daraufhin haben wir den Projektumfang reduziert und uns in einer gemeinsamen Erklärung in der letzten Stadtvertretersitzung zu einer um ca. 5 Mio. € reduzierten Projektvariante erklärt. Wir können heute feststellen, das HKB ist noch immer nicht saniert, die Finanzierung noch nicht genehmigt und wir wissen nicht wie sich der Innenminister nun positioniert. Wird der Umbau in der Richtung realisiert werden können? Werden wir vielleicht über eine noch kleiner Umbauvariante nachdenken müssen? Müssen wir vielleicht über einzelne, sich über viele Jahre hinziehende modulare Umbauvarianten abhängig von der Haushaltslage der Stadt nachdenken? Müssen wir uns eventuell auf eine einfache Grundsanierung einstellen? Niemand kann heute sagen was uns bezüglich des HKB noch ereilt. Positiv gedacht bekommen wir vom Innenministerium vielleicht bald das o. k. und investieren rund 25 Mio. €. Brauchen wir dann den HKB Ausschuss? Wir sagen ja, denn auch wenn immer wieder versucht wird seitens des Oberbürgermeisters den Eindruck zu erwecken dann sei doch alles klar. Dem ist bei weitem nicht so. Das große Konzept mag stehen, jedoch wissen wir um die vielen Fragen im Detail, die große Auswirkungen haben können auf Kosten und Nutzung. Sagt der Innenminister nicht bald zu, dass wir investieren können, nun dann ist allemal viel zu tun zu Fragen des HKB und erst recht ein begleitender Ausschuss sinnvoll. Die anderen Fraktionen haben den Antrag abgelehnt.

Antrag: Umsetzung der geplanten Neustrukturierung der im Bereich Kultur von Dritten zu erbringenden Leistungen

Im Dezember 2007 informierte uns die Verwaltung mit einer Informationsvorlage über den Stand der geplanten Neustrukturierung der im Bereich Kultur von Dritten zu erbringenden Leistungen.

Caterina Muth

Fraktionsvorsitzende

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