DIE LINKE. 

in Neubrandenburg

 

zurück zur Hauptseite 

April 2009

Mord und Totschlag

 

Seit 2002 wurde zum dritten Mal ein Amokläufer in deutschen Schulen zum Massenmörder an Kindern und Lehrern. Damit dürfte sich die Zahl der in Schulen ermordeten Kinder und Lehrer seit 2002 kaum noch von der Anzahl der im Afghanistan-Krieg gefallenen deutschen Soldaten unterscheiden.

Offenbar muss Deutschlands Sicherheit nicht nur am Hindukusch verteidigt werden. Natürlich gibt es Besserwisser , die sofort für Ursache und Verhinderung ihre Patentlösungen bereit halten.

Sicherlich haben Gewalttaten wie in Erfurt und jetzt in Winnenden psychische Ursachen, die man nicht voraussagen kann Aber gibt es nicht auch gesellschaftlich bedingte Umstände, die solche Taten befördern?

Wie ist das mit der Hemmschwelle für Gewalt bei Jugendlichen, wie sie sich heute fast täglich auf den Schulhöfen zeigt? Da werden andere aus nichtigen Gründen brutal zusammengeschlagen, nicht einmal der am Boden Liegende hat ein Recht auf Gnade. Sogar Mädchenschlägertrupps üben Gewalt aus. Wo liegen die Ursachen?

Da haben gutsituierte Bürger, wie der Vater des Amokläufers von Winnenden, ein ganzes Waffenarsenal mit einem riesigen Munitionsdepot zu Hause.

Das geltende Waffengesetz wird offenbar nur schlampig kontrolliert. Warum? Ganz sicher ist trotz individueller Motive eine Gesellschaft, in der Mord und Totschlag zum Alltag gehören, der entscheidende Grund.

Und wie sieht es in Neubrandenburg aus? Nach dem Massaker von Erfurt wurde der Oberbürgermeister in Neubrandenburg aufgefordert, dafür zu sorgen, dass w ä h r e n d der Unterrichtszeiten die Schultüren geschlossen bleiben, um zu verhindern, dass Leute von der Straße dort Ähnliches anrichten können.

Das ist natürlich kein Patentrezept für die Verhinderung von Verbrechen an Kindern, aber es könnte diese Taten erschweren.

Übrigens in der Gesprächsrunde am 15.3.2009 mit Anne Will in der ARD hat der Innenminister von Brandenburg Schönbohm (CDU) teilgenommen. Wir erinnern uns: Als in seinem Herrschaftsgebiet eine Frau aus Frankfurt/Oder wegen Kindsmord vor Gericht stand, hatte Herr Schönbohm sofort eine Erklärung parat. Die Frau hatte einmal in einer LPG gearbeitet. Nach seiner tiefgründigen Analyse können nur die moralischen Prinzipien, die in den LPG bestanden, Ursachen für die Ermordung ihrer Kinder gewesen sein.

Der Vater des Täters von Winnenden ist Unternehmer. Wir erwarten die nächste tiefgründige Analyse von Herrn Schönbohm (CDU).

Dr. Manfred Bewersdorf

 

zurück zur Hauptseite 

STARTSEITE
 
 
 
DEMMIN
MECKLENBURG-STRELITZ
MÜRITZ
NEUBRANDENBURG STARSEITE
•  STADTVERBAND
•  FRAKTION IN DER STADTVERTRETUNG
•  OFFENES BLATT MIT RATHAUSREPORT
•  DOKUMENTE · STANDPUNKTE · PRESSE
•  TERMINE
 
 
externer Link DIE-LINKE.DE
externer Link DIE-LINKE-MV.DE
externer Link LINKSFRAKTION.DE
externer Link DIELINKE-LANDTAG-MV.DE
 
SEITENANFANG