Ich
möchte den Beitrag des Ratsherren Herbert Doberenz durch eine dritte Hürde
ergänzen. Mir scheint, es ist die Tatsache, dass immer mehr Neubrandenburger
Fragen nach Sinn und Unsinn beim HKB-Umbau stellen.
Kopfschütteln
löst von Anbeginn das Vorhaben aus, die Volkshochschule ins HKB-Hochhaus zu
stecken, wo sie doch an geeigneter Stelle untergebracht ist. Oder dachte man im
Rathaus, ins H o c h haus gehört eine H o c h schule, und sei es auch nur die
Volkshochschule.
Unverständnis
für den geplanten Abriss des Saales, dessen Qualität erst bei jüngsten
Veranstaltungen von vielen gewürdigt wurde. Ließen sich vorhandene Mängel,
wie fehlender Behindertenzugang nicht leicht beseitigen? Und um notwendige
Modernisierungen für die Bibliothek vorzunehmen, muss man da gleich einen guten
Veranstaltungssaal beseitigen?
Wofür
ein ebenflächiger Konferenzsaal? Als ob Neubrandenburg europaweit schon zum
internationalen Tagungsort auserkoren ist. Immerhin als Ballsaal für die
Hautevolee gut geeignet.
Kaufen,
kaufen, kaufen. Neue Einrichtungen dafür auch im geplanten Medienzentrum. Als
ob Neubrandenburg damit nicht schon überladen wäre. Aber unter Medien fällt
viel. . Vielleicht sind das alles nur Details. Und wir haben es beim HKB-Umbau
nicht mit einem Sinn zu tun, sondern mit einem Ziel. Soll etwa seine Gestalt so
verändert werden, dass das Neubrandenburger Haus der Kultur und Bildung
Denkmalstatus und Denkmalschutz verliert? Man wird ja wohl fragen dürfen. Dann
könnte damit umgegangen werden, wie mit irgendeiner Immobilie. Bis hin zu
irgendwann Abriss und Neubau. Vielleicht des ehemaligen herzoglichen Palais. Das
hat ja dort irgendwo gestanden.
Richard
Ackner