Der
Hauptvorstand der CDU beschloss ein breit angelegtes ideologisches Kampfprogramm
zur Vorbereitung des 60. Gründungstages der DDR. Schlagwörter wie Diktatur,
Unfreiheit, sozialistische Planwirtschaft, katastrophale wirtschaftliche und
finanzielle Entwicklung der DDR u.a. sollen mit der Ostalgie der Bürger in den
neuen Bundesländern aufräumen.
Getreu
den Parteirichtlinien sprach Oberbürgermeister Dr. Krüger (CDU) in der
Festveranstaltung zum Tag der Einheit über die marode DDR. Er hob auch
besonders den Verfall der Kinderkrippen und Kindergärten in der DDR hervor.
Eigentlich hätte jetzt ein Schrei der Entrüstung durch die Konzerthalle gehen
müssen, denn die anwesenden Eltern und Großeltern können das beurteilen.
Eigentlich
ist es zu blöde, auf diesen Unsinn zu reagieren, denn im Jahr 1990 waren mehr
als 90% der Kinder eines Jahrgangs der maroden DDR in diesen Kindertagesstätten
untergebracht, während zum gleichen Zeitpunkt in der reichen BRD knapp drei(3)
Prozent der Kinder ZU HORRENDEN GEBÜHREN betreut wurden:
Auf
die „katastrophale finanzielle Entwicklung" der DDR müssen wir hier
nicht eingehen angesichts der Bankskandale und ihrer Auswirkungen auf die
Wirtschaft der BRD und ihrer Bürger. Wer im Glaskasten sitzt, sollte nicht mit
Steinen schmeißen!
Eigentlich
haben wir von dieser Festrede auch nicht mehr erwartet.
Interessant
ist nur, ob Dr. Krüger diese Hassinfernale selbst schreibt oder ob er dafür
einen Redenschreiber beschäftigt. Um seines eigenen Ansehens willen sollte er
ihn bald auswechseln.
Dr.
Manfred Bewersdorf