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Rente
verbindet man gewöhnlich mit „alt". Lange Zeit
brauchten wir – zumindest im Osten – auch erst wirklich am Ende unserer
Berufstätigkeit darüber nachdenken. Das ist heute anders! Heute sollte das „An
die Rente denken" eigentlich schon mit dem Schulabschluss beginnen.
Der
„falsche" Beruf, Arbeitsort oder, nicht mehr unüblich, eine
unfreiwillige oder freiwillige Unterbrechung des Arbeitslebenslaufes können
sich bereits nachteilig auf die Höhe der Rente auswirken. Da sind die
jährlichen Entscheidungen zur Rentenerhöhung (?) gar nicht berücksichtigt.
DIE
LINKE hat ein 10-Punkte Programm für eine solidarische und sichere Rente
vorgelegt. Wir wollen Sie in den nächsten Ausgaben unserer Zeitung mit diesen
Forderungen vertraut machen.
1.
Die Gesetzliche Rente als tragende Säule der Alterssicherung stärken
Die
GRV muss wieder zum Zentrum der Alterssicherungspolitik werden. Es muss der
Grundsatz gelten, dass die Rente den erreichten Lebensstandard im Alter
absichert. Dieses Prinzip der Lebensstandardsicherung muss in der GRV wieder
durch ein definiertes Sicherungsniveau gesetzlich festgeschrieben werden.
Altersarmut muss vermieden und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
sichergestellt werden. DurchschnittsverdienerInnen müssen wieder Renten aus der
GRV erhalten, die einen deutlichen Abstand zur Grundsicherung aufweisen. Um die
Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sicher zu stellen, ist als Sicherungsziel
ein Betrag von rund 70 Prozent des Durchschnittseinkommens der Versicherten
nötig.
2.
Abschaffung sämtlicher Kürzungsfaktoren
Wir
wollen die sofortige Rücknahme von Riester- und Nachhaltigkeitsfaktor. Auch die
im Zuge der Rente ab 67 geplante „Sicherungsklausel" wird ebenfalls
abgelehnt. Damit wird die Rente wieder so dynamisiert, dass allen Generationen
eine gerechte Teilhabe am gesamtgesellschaftlichen Wohlstand garantiert wird.
Wer auf mehr „Eigenvorsorge" setzt statt auf die solidarische
Umlagenfinanzierung, trägt dazu bei, die wachsende Ungleichheit in der
Solidargemeinschaft zu vergrößern.
Es
wäre gut, wenn Sie –ob alt oder jung - unsere Infostände und thematischen
Veranstaltungen zu diesem Thema besuchen. Der Gedankenaustausch hilft uns als
Partei, Ihre Meinungen mit unseren Forderungen in Übereinstimmung
zu bringen und konsequent einzuklagen.
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