DIE LINKE. 

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September 2008

Rente verbindet man gewöhnlich mit „alt". Lange Zeit brauchten wir – zumindest im Osten – auch erst wirklich am Ende unserer Berufstätigkeit darüber nachdenken. Das ist heute anders! Heute sollte das „An die Rente denken" eigentlich schon mit dem Schulabschluss beginnen.

Der „falsche" Beruf, Arbeitsort oder, nicht mehr unüblich, eine unfreiwillige oder freiwillige Unterbrechung des Arbeitslebenslaufes können sich bereits nachteilig auf die Höhe der Rente auswirken. Da sind die jährlichen Entscheidungen zur Rentenerhöhung (?) gar nicht berücksichtigt.

DIE LINKE hat ein 10-Punkte Programm für eine solidarische und sichere Rente vorgelegt. Wir wollen Sie in den nächsten Ausgaben unserer Zeitung mit diesen Forderungen vertraut machen.

1. Die Gesetzliche Rente als tragende Säule der Alterssicherung stärken

Die GRV muss wieder zum Zentrum der Alterssicherungspolitik werden. Es muss der Grundsatz gelten, dass die Rente den erreichten Lebensstandard im Alter absichert. Dieses Prinzip der Lebensstandardsicherung muss in der GRV wieder durch ein definiertes Sicherungsniveau gesetzlich festgeschrieben werden. Altersarmut muss vermieden und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sichergestellt werden. DurchschnittsverdienerInnen müssen wieder Renten aus der GRV erhalten, die einen deutlichen Abstand zur Grundsicherung aufweisen. Um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sicher zu stellen, ist als Sicherungsziel ein Betrag von rund 70 Prozent des Durchschnittseinkommens der Versicherten nötig.

2. Abschaffung sämtlicher Kürzungsfaktoren

Wir wollen die sofortige Rücknahme von Riester- und Nachhaltigkeitsfaktor. Auch die im Zuge der Rente ab 67 geplante „Sicherungsklausel" wird ebenfalls abgelehnt. Damit wird die Rente wieder so dynamisiert, dass allen Generationen eine gerechte Teilhabe am gesamtgesellschaftlichen Wohlstand garantiert wird. Wer auf mehr „Eigenvorsorge" setzt statt auf die solidarische Umlagenfinanzierung, trägt dazu bei, die wachsende Ungleichheit in der Solidargemeinschaft zu vergrößern.

Es wäre gut, wenn Sie –ob alt oder jung - unsere Infostände und thematischen Veranstaltungen zu diesem Thema besuchen. Der Gedankenaustausch hilft uns als Partei, Ihre Meinungen mit unseren Forderungen in Übereinstimmung zu bringen und konsequent einzuklagen.

 

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