DIE LINKE. 

in Neubrandenburg

 

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September 2008

Umland einbinden

 

Der Vorschlag des Oberbürgermeisters, im Rahmen der Verwaltungsreform, eine Reihe von Gemeinden durch einen größeren Flächenzuschnitt an Neubrandenburg zu binden, ist nicht ganz neu.

Bereits 1996 wurde dieser Gedanke in der Neubrandenburger Zeitung diskutiert. Unmittelbarer Anlass war die Zerschlagung des Zweckverbandes der Neubrandenburger Sparkasse auf Verlangen der Landräte der Kreise Mecklenburg-Strelitz, Demmin und Uecker-Randow, die durch die Verwaltungsreform 1994 jeweils Teile des ehemaligen Landkreises Neubrandenburg erbten. Im Ergebnis trat, wie erwartet, auch eine deutliche Schwächung der Wirtschaftskraft der Region ein.

Es ist zu erwarten, dass jetzt wieder aus durchsichtigen egoistischen Gründen bestimmte Landräte und Bürgermeister vor Empörung aufheulen werden.

Wenn man aber einen Moment das Gerangel um Pöstchen und Geldzuweisungen im Interesse der Bewohner zurückstellt, dann müsste sich auch folgende Überlegung einstellen.:

Tausende Neubrandenburger haben sich seit 1990 in diesen Gemeinden angesiedelt. Sie kommen fast ausnahmslos täglich zur Arbeit nach Neubrandenburg. Ihre Kinder, die ab Klasse 5 weiterführende Schulen besuchen, müssen nach Recht und Gesetz nach Neustrelitz oder Friedland fahren, falls sie nicht lieber ihren Wohnsitz bei den Großeltern in Neubrandenburg gefunden haben.

Wer aber von Wulkenzin oder Nemerow täglich Dutzende Kilometer durch einen Landkreis fahren muss, weiß, welche Belastung dem Schüler aus verwaltungstechnischen Gründen zugemutet wird, obwohl die Schule in der Stadt in wenigen Minuten erreichbar wäre,. falls die Eltern ihre Kinder nicht ohnehin mitnehmen würden. Diese Belastung dürfte wegfallen bei einer Eingemeindung.

Außerdem wäre die Stadt verpflichtet, den öffentlichen Personennahverkehr auf diese neuen Stadtgebiete zu erweitern.

Es ist nicht zu erkennen, dass die Bewohner der umliegenden Gemeinden durch diese Einbeziehung in die Stadt irgendwelche Nachteile haben werden.

Es sollte die Vernunft walten

 

Dr. Manfred Bewersdorf.

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