Zu
den Sparvorschlägen ergeben sich für mich u.a. folgende Fragen:
Das
Innenministerium verweist in seinem Schreiben darauf, dass das Medien- und
Veranstaltungszentrum nicht genehmigt wird, da der Haushalt der Stadt nicht
ausgeglichen ist, das heißt, wir verschuldet sind.
Es
ist belastbar darzustellen, dass auch bei der Realisierung des Projektes in
einem angemessenen Zeitraum der Haushaltsausgleich erreicht werden kann. Nun
steht die Frage: wird es eine andere Planung für das HKB bzw. Medienzentrum
durch den Oberbürgermeister geben oder nicht?
Das
Innenministerium fordert unter anderem: „Auf der Grundlage der Reduzierung der
wöchentlichen Arbeitszeit über befristete Änderungsverträge sind
Dienstpostenüberprüfungen hinsichtlich einer dauerhaften Einsparung
vorzunehmen und bei Inkaufnahme von Standartabsenkungen einzusparen."
Was
heißt das für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, wenn „Standards"
abgesenkt werden sollen?
Das
Innenministerium hat nicht erklärt, was es unter Standartabsenkung versteht.
Die
Stadt soll noch in diesem Jahr weitere 5 Mio. € einsparen. Da ist zu fragen,
ob das real überhaupt noch möglich ist (wir haben bereits den Monat September)
und wen es treffen wird.
Welche
Auswirkung hat die Feststellung des Innenministeriums „ Investitionen sind
zukünftig weitestgehend ohne neue Kreditaufnahmen zu finanzieren" auf die
zukünftige Investitionstätigkeit der Stadt und des Eigenbetriebes?
Unter
den Maßnahmen der Vermögensaktivierung schlägt das Innenministerium
Privatisierungen wie die des Städtischen Pflegeheimes vor. Die Linke ist hier
ganz entschieden anderer Meinung als das Innenministerium was Privatisierungen
betrifft. Das finanzielle Heil kann nicht in der Privatisierung des städtischen
Pflegeheimes liegen, welches in seinem laufenden Betrieb den Haushalt nicht
belastet. Selbst wenn man den Effekt der Kreditablösung durch die Kaufsumme in
Rechnung stellt und die daraus resultierende geringere Zinsbelastung für den
Haushalt. Wir haben auch die Pflicht, über die fiskalischen Fragen hinaus an
die Menschen zu denken, die auf solche Einrichtungen angewiesen sind.
C.
Muth