DIE LINKE. 

in Neubrandenburg

 

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April 2008

Niedriglohn

 

Was ist ein Niedriglohn? Wer weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns verdient, gilt als Niedriglöhner. In Deutschland lag die Schwelle 2006 bei 6,81 Euro im Osten und 9,61 Euro im Westen. Im Durchschnitt erhalten Geringverdiener gerade mal 5,43 Euro im Osten und 7,12 Euro im Westen.

Wer sind die Geringverdiener? Ungelernte sind in der Minderheit: Drei Viertel der Leute haben eine Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss. Qualifikation allein schützt also nicht vor Niedriglohn. Daher sind gesetzliche und tarifliche Untergrenzen nötig, meint Gerhard Bosch vom Institut Arbeit und Qualifikation in Duisburg. 68 Prozent der Geringverdiener sind Frauen, 46 Prozent Vollzeit-Beschäftigte.

Wo arbeiten sie? Im Gastgewerbe sind 63 Prozent der Beschäftigten Geringverdiener, im Einzelhandel sind es 40 Prozent. Bei Dienstleistungen für Unternehmen – hierunter fällt auch Leiharbeit – beträgt die Quote 36 Prozent.

 

Dieter Kowalick

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