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Niedriglohn
Was ist ein Niedriglohn?
Wer
weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns verdient, gilt als
Niedriglöhner. In Deutschland lag die Schwelle 2006 bei 6,81 Euro im Osten und
9,61 Euro im Westen. Im Durchschnitt erhalten Geringverdiener gerade mal 5,43
Euro im Osten und 7,12 Euro im Westen.
Wer sind die Geringverdiener?
Ungelernte
sind in der Minderheit: Drei Viertel der Leute haben eine Berufsausbildung oder
einen Hochschulabschluss. Qualifikation allein schützt also nicht vor
Niedriglohn. Daher sind gesetzliche und tarifliche Untergrenzen nötig, meint
Gerhard Bosch vom Institut Arbeit und Qualifikation in Duisburg. 68 Prozent der
Geringverdiener sind Frauen, 46 Prozent Vollzeit-Beschäftigte.
Wo arbeiten sie?
Im
Gastgewerbe sind 63 Prozent der Beschäftigten Geringverdiener, im Einzelhandel
sind es 40 Prozent. Bei Dienstleistungen für Unternehmen hierunter fällt
auch Leiharbeit beträgt die Quote 36 Prozent.
Dieter Kowalick
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