DIE LINKE. 

in Neubrandenburg

 

zurück zur Hauptseite 

März 2008

Internationaler Frauentag

 

Eigentlich haben es Frauen bei uns ganz gut . Sie können nicht nur ihre persönlichen Feiertage wie Geburtstag, Hochzeitstag und die Volksfeste wie Weihnachten, Ostern usw. begehen, sie feiern auch den Valentinstag, Muttertag und den Frauentag.

Der Valentinstag ist eine der wenigen Errungenschaften aus dem Westen, die man freundlich akzeptieren kann. Schließlich ist ein Fest für Liebende immer eine sehr sympathische Angelegenheit. Auf jeden Fall spielen alle drei Ehrentage, bei denen Frauen im Mittelpunkt stehen, auch für den Kommerz eine große Rolle.

Den Muttertag kann man nicht ganz ohne Einschränkung betrachten. Niemand sieht die Würdigung der Mütter kritisch, aber dieser Ehrentag ist von den Nazis in fieser Weise missbraucht worden. An diesem Tag wurde in Nazideutschland das Goldene Mutterkreuz verliehen an Mütter, die dem Führer viele Kinder geschenkt haben - vor allem Jungen für den Endsieg. Diese Degradierung der Frau zur Gebärmaschine für den Krieg hatten möglicher Weise die Moderatorin Eva Herrnan und der Augsburger Erzbischof im Sinn, als sie ihre Tiraden gegen die Kitabetreuung der Kleinkinder starteten, die im besten Sinn auch in der BRD nur ein billiger Abklatsch der vorbildlichen Betreuung in der DDR sein kann.

Der Internationale Frauentag ist in den ostdeutschen Bundesländern in der Tradition der Menschen tief verwurzelt. Wer in diesem Jahr am 8.März ein Cafe aufsuchen wollte, erlebte eine Überraschung.“Bitte, warten Sie, Sie werden platziert!“ Natürlich schwärmt die Generation Ü30 von dieser schönen Sitte, an diesen Tag auch öffentlich die Frauen zu würdigen.

Wir vergessen durchaus nicht, dass trotz aller Anstrengungen, Frauen damals immer noch um ihre Gleichberechtigung im Sozialismus kämpfen mussten. Die Gleichberechtigung am Arbeitsplatz zog nicht automatisch die Gleichheit in der Familie nach sich. Auch wenn die Frauen in der Öffentlichkeit formell die gleichen Rechte hatten, war es in der Wirtschaftsführung und Politik noch lange nicht so: Man könnte mal den Anteil der Frauen unter den Kombinatsdirektoren, DDR-Ministern und Politbüromitgliedern auszählen. Eine Margarete Müller und eine Margot Honecker gelten eher als Alibi.

Der Kampf um die Gleichstellung der Frau in Familie, Wirtschaft und Politik in der BRD ist noch lange nicht beendet. Da wundert es gar nicht, warum der Kommerz im Westteil des Landes diese Chance zum Geldverdienen nicht nutzt. Wundern sollte man sich allerdings, warum die Bundes-Emanze Alice Schwarzer den Internationalen Frauentag als „Erfindung der DDR“ diffamiert.

 

M. Bewersdorf

 

zurück zur Hauptseite 

STARTSEITE
 
 
 
DEMMIN
MECKLENBURG-STRELITZ
MÜRITZ
NEUBRANDENBURG STARTSEITE
•  STADTVERBAND
•  FRAKTION IN DER STADTVERTRETUNG
•  OFFENES BLATT MIT RATHAUSREPORT
•  DOKUMENTE · STANDPUNKTE · PRESSE
•  TERMINE
 
 
externer Link DIE-LINKE.DE
externer Link DIE-LINKE-MV.DE
externer Link LINKSFRAKTION.DE
externer Link DIELINKE-LANDTAG-MV.DE
 
SEITENANFANG