|
Keine
Leute, keine Leute
Welche
Freude: die Kriminalität in Mecklenburg- Vorpommern wird im kommenden Jahrzehnt
um fast 30 Prozent zurückgehen. So die Kriminalisten des LKA und Forscher der
Universitäten Rostock und Greifswald (s. Nordkurier vom 23.1.08). Eine
umwerfende Erkenntnis: Alter steigt - Kriminalität sinkt, weil es an
„alterstypischen Tätern mangelt“. Wie erfreulich, wenn junge Leute das Land
verlassen, weil sie hier weder Arbeit noch Auskommen finden, ja dann leben die
Hiergebliebenen sicherer. Natürlich kann Opa sich keine Verfolgungsjagd mit der
Polizei mehr zumuten, auch brutal zuschlagen gelingt ihm nicht mehr. Man wird
eben alt. Neben der Altersarmut hat die Alterskriminalität wenig Chancen.
Schlaue Forscher!
Nun
denke ich, hätten wir in M-V keine Arbeitsfähigen und -willigen mehr, wäre
doch auch die Arbeitslosigkeit geringer. Also treibt oder lasst die Leute in
andere Länder ziehen und wir hätten bei Arbeitslosigkeit eine höchst
erfreuliche Tendenz. Wo keiner nach Arbeit sucht, ist Vollbeschäftigung
gegeben. Auch die Zahl der Kranken wird bei weniger Menschen doch
„positiver“. Gäbe es da nicht Kosteneinsparungen?
Solche
„Rechnungen“ gäbe es noch mehr: wo keine Bürger mehr sind, belästigen
auch keine Bürgerinitiativen die Politiker, wo es keine Ausländer gibt,
verringert sich auch die Ausländerfeindlichkeit, ohne Volk ist auch keine
Demokratie (=Volksherrschaft) nötig. Wenn Mecklenburg-Vorpommern nun weniger
Einwohner hätte, gäbe es dann auch weniger Probleme ? Doch die Globalisierung
wird das schon verhindern.
Was
man so alles von der Demoskopie lernen kann!
Dr.
Horst Parlow
|