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Gestaltung
Marktplatz
In
letzter Zeit hört bzw. liest man doch, was Neues in Neubrandenburg geschehen
soll. Ob es immer von Nutzen für die Bürger ist, muss man allerdings
anzweifeln. Mitunter habe ich den Eindruck, es geht um die Selbstdarstellung der
dafür Verantwortlichen.
Als
ich im Nordkurier Skizzen für die Umgestaltung des Marktplatzes sah, wurde ich
an die unseligen Zeiten der 30-iger-Jahre des letzten Jahrhunderts erinnert. Bei
mir entstand der Eindruck hier würde die Architektur der Nürnberger Parteitage
Auferstehung feiern. So kam mir die Entwurfskizze neulich vor.
Heute
frage ich mich mit vielen Anderen, für wen soll der Marktplatz denn überhaupt
gestaltet werden, wenn nicht für die Einwohner und ihre Gäste, für wen dann?
War doch die Umgestaltung der Turmstrasse auch schon eine lieblose,
bürgerfremde Lösung.
Die
Bürger sollten sich auf dem Markt sonnen können und nicht die
Entwurfsgestalter bzw. ihre Auftraggeber in ihren Büros beim Betrachten ihrer
Entwürfe.
Was
das für die Neubrandenburger Bürger bringen soll muss man die Verantwortlichen
wirklich fragen. Zumal die Marktplatzgestaltung auch noch um 900.000 € teurer
wird, als es die Entwurfsplanung vorgesehen hat. Andere Städte bemühen sich
den Autoverkehr weitgehend aus der Stadt herauszuhalten. Wie hoch wird die
Feinstaubbelastung für die Einwohner hier im Zentrum wohl werden? Hat man doch
heute schon das „Vergnügen“, wenn aus beiden Richtungen lange Schlangen von
Autos in die Tiefgarage wollen und natürlich die Motoren laufen lassen, bis sie
unten angekommen sind.
Heute
frage ich mich, wie die Auslastung des Parkhauses und der Parkplätze
unmittelbar vor den Toren der Stadt ist, dass man mit ungeheuerem finanziellem
Aufwand diese Tiefgarage glaubt bauen zu müssen. Aber diese Faktoren sind
vielleicht Verschlusssache des Oberbürgermeisters.
S.
Haase
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