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Kinderarmut
im Dauerzustand
Die
Bundesregierung bleibt erneut wirksame Maßnahmen zur Armutsbekämpfung
schuldig. Der für Ende September versprochene reformierte Kinderzuschlag wurde
wieder mal verschoben. Wenn das so weiter geht, wird es auch nichts beim
Koalitionsgipfel im November und dann ist das Jahr vorbei. Seit 2005 erklärt
die Bundesregierung den Kinderzuschlag für reformierbedürf-tig, zeigt sich
aber unfähig, ihren Ankündigungen Taten folgen zu lassen.
Für
die 2,5 Millionen Kinder und Jugendlichen in Deutschland, die auf oder unter
Sozialhilfeniveau leben, ist dies eine wirklich schlechte Nachricht. Für sie
sind nur ungenügende Regelsatzleistungen für Gesundheit, Ernährung,
Schulsachen und Bildung vorgesehen(?), von Sport- und Freizeitkosten nicht zu
reden.
Das
Koalitionsgerangel um Kinderzuschlag macht Kinderarmut zum Dauerzustand. Der
„Tag der deutschen Einheit“ sollte umbenannt werden in „Tag der
Kinderarmut in Deutschland“.
D.
K.
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