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Kinderarmut
Die
Koalition tut Nullkommanichts gegen die wachsende Kinderarmut in Deutschland.
Sie sieht wortgewaltig, aber tatenlos zu, wie Millionen Kinder Tag für Tag
ihrer Chancen beraubt werden - auf gesunde Ernährung, auf gute Bildung, auf
kulturelle Teilhabe. Das ist ein Skandal.
Die
Ausweitung des Kinderzuschlags wird seit 2005 debattiert und droht weiter
zwischen Arbeits- und Familienministerium zerredet zu werden. Beim Krippenausbau
bleiben die Belange einkommensschwacher Familien völlig ausgeblendet. Kein Wort
ist aus der Bundesregierung zu hören zu einem kostenfreien warmen Schulessen,
zu einem Sonderzuschuss für den Schulbeginn, zu direkten Zuschüssen für
Klassenfahrten und Sportvereine. Nicht einmal nachgedacht wird in Union und SPD,
dass der Hartz IV-Regelsatz von 208 Euro für Kinder bis 14 Jahre, das sind 7
Euro pro Tag, nicht ausreicht für ein menschenwürdiges kindgerechtes Leben.
Diese
Bundesregierung und ihre rot-grüne Vorgängerin sind ein Fluch für fünf
Millionen Kinder, die pro Monat weniger als 250 Euro zur Verfügung haben. Wer
eine solche soziale Ausgrenzung zulässt und, schlimmer noch, befördert, dem
sollte jedes Wort über soziale Demokratie im Halse stecken bleiben.
DK
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