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Mindestlohn
Geheuchelt
Mehr
als sieben Millionen Menschen müssen von Hunger- oder Niedriglöhnen leben.
Auch Politiker von CDU/CSU wissen, dass das menschenunwürdig ist. Aber einen
gesetzlichen Mindestlohn? Da sind sie stur. Angeblich seien Arbeitsplätze gefährdet.
Ökonomische Untersuchungen belegen jedoch: Plus 100.000 Arbeitsplätze sind
drin.
Jetzt
soll das Entsendegesetz ausgedehnt werden. Tarifverträge in einer Branche müssen
dann von allen Unternehmern - auch den ausländischen - angewandt werden. Das
hat viele Haken. Nur in wenigen Branchen mit Niedriglöhnen bestehen die
Voraussetzungen für das Entsendegesetz. Unter anderem muss ein bundesweiter
Tarifvertrag vorhanden sein; in vielen Branchen Fehlanzeige. Außerdem: In
vielen Tarifverträgen waren nur Hungerlöhne von drei oder vier Euro
durchsetzbar. Und die festzuschreiben bringt gar nichts. Schließlich: Bürokratische
Hürden ohne Ende. Vermutlich bestehen nur in zwei bis drei Branchen Chancen für
höhere Löhne.
Fazit:
"Mehr als Nichts", so der SPD Vorsitzende Beck. Das ist zu wenig.
Durch
Blockadehaltung der Union. Wir brauchen einen gesetzlichen Mindestlohn von 7,50
Euro als Untergrenze für alle! Für die Menschenwürde.
ver.di
Bezirksverwaltung Neubrandenburg, Mario Klepp
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