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Vereinsstützen
aus unterschiedlichem Holz
Vereine
brauchen Geld zur Erfüllung selbst des kleinsten Geschäfts. Da ist viel
Initiative gefragt. Eine gute Lage, wenn eine fiskalisch stabile Gemeinde
freiwillig Haushaltsmittel hier parat hält. Doch bei knapper Kasse wird nach
dem Nutzen für die Mitgliedschaft der Stadt und ihrer Bewohner in den geförderten
Vereinen mit Nachdruck geforscht und erst dann verteilt. Was macht aber nun eine
hoch verschuldete Gemeinde, die nur noch mittels Kassenkredite am Leben bleibt ?
Seit
Jahren wird in der Stadt nur über die Unterstützung der hiesigen Vereine
debattiert und lamentiert. Der Linksfraktion.PDS gelang es mit der
Haushaltsdebatte 2007 erstmals, die freiwilligen Ausgaben der Stadt von über
200,0 T€ für ihre über 50 Mitgliedschaften in bundes- und landesweit tätigen
Vereine und Verbände (V & V) auf eine Waagschale zu bringen; also die
Verwaltung sollte den Nutzen für die Stadt prüfen. Das Ergebnis in Euro ist
unzureichend und bringt nicht einmal soviel, wie hierfür im Vergleich zum
Vorjahr mehr ausgegeben werden sollte. Bezeichnend ist aber für die Lage in
diesen V & V, dass der konkrete Nutzen überwiegend in der Ansehenspflege für
die Stadt besteht. Und wenn mehr, dann für eine Hilfestellung in einzelnen
Ressorts des Rathauses. Ein Merkmal allerdings einigt sie alle: Mit den
Mitgliedsbeiträgen werden Personalstrukturen in den V & V im Bund und Land
erst möglich. Auch waren diese überwiegend bisher durch Wachstum entweder in
der Zahl der Personalstellen oder in der Besoldung gekennzeichnet. Folglich
sollte die Aufmerksamkeit für diese Seite unserer freiwilligen Ausgabe nicht
nachlassen, da doch die Vereine in der Stadt gerade an diesem Merkmal zu
knappern haben. Doch was macht eine Mehrheit der Stadtvertretung jüngst dazu ?
Sie lehnt einen Antrag der Linken ab, der lautete:
Für
alle von der Stadtvertretung beschlossenen Mitgliedschaften der Stadt in V &
V gilt, dass bei Satzungsänderungen dieser V & V sowie Änderungen bei den
Mitgliedsbeiträgen dieser V & V ein Beschlussvorschlag über die
Aufrechterhaltung der Mitgliedschaft vorzulegen ist.
Der
OB meinte, dass könne er selbst regeln. Und die Mehrheit sieht's auch so?
Also
liebe Vereine in der Stadt; auch hier zeigt sich, Geld ist nie weg, es ist stets
nur in anderen Händen!
Herbert
Doberenz
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