DIE LINKE. 

in Neubrandenburg

 

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März 2007

Politische Spielchen um Millionen ?

 

22,0 Mio. € waren für den Umbau des HKB und 8,5 Mio. € für die Tiefgarage ohne Marktplatzgestaltung geschätzt. Das ist eigentlich für eine bereits tief in den Schulden steckende Stadt im kaufmännischen Sinne nicht zu machen. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt. So beschloss die Stadtvertretung im Juli 2006 nicht etwa die Schätzung als anzunehmende Kostengröße, sondern die Planung sollte zu einer exakteren Kostenberechnung weitergeführt werden. Auch sollte das Betreiberkonzept für das neue Medien- und Veranstaltungszentrum (MVZ) deutlich in Richtung einer Kostenverringerung verbessert werden. Es wird dann weiter entschieden, wenn beides vom OB vorgelegt ist. Ein vorsichtiges Agieren der Stadtvertretung war auch allein damit begründet, dass die ausgezeichneten Entwürfe aus den Architektenwettbewerben für ein MVZ und für die Gestaltung des Marktplatzes in wesentlichen Teilen überarbeitet waren oder noch werden sollten. Die Stadtvertreter wussten darüber nicht mehr als jeder Zeitungsleser. Und dabei ist es bis heute geblieben mit zwei Neuigkeiten: Die Tiefgarage (TG) unter dem Marktplatz ist nunmehr mit einer Gesamtkostensumme von 13,8 Mio. € im Wirtschaftsplan ausgewiesen und der Rohbau hierfür, einschließlich der Kosten für deren Zufahrt unter dem Mitteltrakt des HKB, ist für reichlich 4,0 Mio. € an ein Bauunternehmen bereits vergeben; letzteres ohne einem verabschiedeten Haushalt der Stadt. Welche Bürgerin und welcher Bürger kann es der Fraktion der Linkspartei.PDS verdenken, wenn diese vor einer Freigabe der Haushaltsmittel für das Bauen am HKB und für die TG zunächst den Beschluss vom Juli 2006 erfüllt sehen wollten, da doch beide Vorhaben miteinander verwoben sind. Höchste Wachsamkeit ist bei mir angesagt, wenn hohe politisch verantwortliche Parteienvertreter diese Sachfrage als politisches Spielchen verharmlosen und damit das "Machen-von-Schulden-ohne-Grenzen" unterstützen. Da diese sich sogleich für höchste Verwaltungsposten in der Stadt empfehlen, ist m. E. der Tag nicht weit, wo das Tafelsilber angeschielt wird . Auch wer heute nicht danach fragt, woher die höheren Kosten für die TG herkommen, muss für sein Schweigen Gründe haben. Wie soll es aber in der Stadt besser werden, wenn auch diejenigen schweigen, die professionell mit der deutschen Sprache umgehen und damit meinungsbildend sind. Wie der Marktplatz künftig aussehen soll, weiß heute noch keiner. Der OB will zuerst Geld für seine Vorhaben genehmigt haben, dann wird er uns sagen, wie die Gestaltung geplant ist. Ich kann nur vor Menschen warnen, die eine Katze im Sack mit Geld kaufen, das nicht ihr eigenes ist!

 

Herbert Doberenz

 

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