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Solidarität
mit Kuba
Angesichts
der verschärften Sanktionen der Bush-Regierung gegen Kuba ist die Solidarität
mit diesem kleinen Land notwendig und für die Freunde Kubas Herzenssache.
Zum
erstenmal nahm ich am bundesweitem Treffen von "Cuba Si" in der
ehemaligen Pionierrepublik am Werbelinsee teil. Schon die Atmosphäre in diesem
großzügig angelegten Gelände mit seinen rustikalen Ferienhäusern war, trotz
des trüben Herbstwetters, schön.
Der
Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten aus allen Teilen der BRD
war für mich schon ein Erlebnis. Beeindruckend die Schilderungen der Freunde
aus Bayern, Hamburg, Thüringen, Niedersachsen u.a. Ecken des Landes, wie sie für
die Solidarität werben, materielle und ideelle Werte und Zustimmung erreichen.
Freunde aus der Oberlausitz hatten 20 große Bananenkisten mit Solidaritätsgüter
mitgebracht. Vor allem medizinische Geräte, Medikamente, Brillen, Schulmaterial
u.v.m.
Höhepunkt
war natürlich das Treffen mit Kubas Botschafter, Gerardo Penalver. Viele Fragen
und sachkundige Auskünfte. Mit Freude erfuhren wir von den Fortschritten im
Energiesektor, der z.Z. eine sehr wichtige Rolle spielt. So wurde erreicht, dass
die einzelnen Provinzen unabhängig voneinander auf Störungen reagieren können.
Durch neue Generatoren, kostenlosen Austausch von Sparlampen, Reisekochern u.a.
Energienehmer, konnte der Stromverbrauch gesenkt und Mittel für andere
Ressourcen frei werden. Alle Krankenhäuser, Kühlhäuser und wichtige
Bildungseinrichtungen haben Notstromaggregate. 2005 wurden die Energieverluste
von 19 auf 11 % gesenkt und 162 Mill. Dollar eingespart.
Mit
der Gewinnung von Treibstoff aus Biomasse, Installation von Windrädern und Erhöhung
der eigenen Rohölförderung mit Erforschung neuer Lagerstätten wird viel in
diesem lebenswichtigen Bereich getan.
Wer
in Kuba war, wird ermessen, welche Erleichterung für die Bevölkerung es
ausmacht, dass 2200 Busse für den Schul- und Überlandverkehr, 1100 für den
Stadtverkehr das Verkehrsproblem noch nicht löst, aber erleichtert.
Mit
Empörung mussten wir aber zur Kenntnis nehmen, mit welchen kriminellen Methoden
die USA gegen Kuba vorgehen. So wird ausländischen Firmen, die an der
Erforschung neuer Erdölquellen beteiligt sind, Zugang zur US-Wirtschaft
verweigert, Häfen für diese Schiffe gesperrt.
Der
Nickelpreis, der sich weltweit erhöhte und damit Kuba höhere Exporterlöse
brachte, wird sabotiert. Geräte, Maschinen u.a. Produkte die kubanischen Nickel
enthalten, egal aus welchem Land, dürfen nicht in die USA eingeführt werden.
Die USA haben extra eine "Task Force" gebildet, die in aller Welt
erschnüffelt, wo eventuell kubanisches Nickel verarbeitet wurde.
Ich
könnte noch viele andere Schweinereien aufzählen, die die USA, die "größte
Demokratie" gegen Kuba anrichten. 2005 belief sich der ökonomische Schaden
auf über 4 Milliarden, in den letzten 44 Jahren beläuft sich der Schaden auf
über 86 Milliarden Dollar.
Welche
Auswüchse diese feindliche Embargopolitik hat, dafür 2 Beispiele:
1.
73 % aller Visaanträge von Kubanern aus beruflichen Gründen wurden abgelehnt
2.
Ein einfacher kubanischer Junge, Raysel Sosa Rojas, gewann einen
Zeichenwettbewerb des UN-Umweltprogramms. Seinen Preis, eine Digital-Kamera
konnte er nicht in Empfang nehmen, weil die japanische Firma "Nikon"
unter Hinweis auf die Blockade die Lieferung nach Kuba verweigerte. Auch die
1000 Dollar Preisgeld bekam er nicht, weil die Organisatoren keine Bank fanden,
die die Überweisung nach Kuba vornehmen wollte. Und diese Leute reden von
Menschenrechten, Freiheit des Reisens und anderer von ihnen definierten
"demokratischen Rechten".
Für
mich bleibt es ein Herzensbedürfnis, den kubanischen Menschen zu helfen. Die
Entwicklungen in Lateinamerika lässt mich hoffen.
Günter
Thomas
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