DIE LINKE. 

in Neubrandenburg

 

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Februar 2007

Machtspielchen

 

Gäste der Stadtvertretung am 1. Februar konnten ein einzigartiges Schauspiel erleben. Der Oberbürgermeister hatte einen Eckwertebeschluss zur Abstimmung vorgelegt. Für alle, die sich im neudeutschen Verwaltungsjargon nicht auskennen:

Dieser Beschluss soll eine Rahmenorientierung für den neuen Haushalt geben, d.h. er ist nicht verbindlich. Man kann auch ohne ihn einen Haushalt erarbeiten.

Da diese Vorlage deutlich die Schlussfolgerungen der Kienbaumstudie - ein renommiertes Unternehmen aus dem Westen ohne nennenswerte Kenntnis der Situation im Osten - trug und unzumutbare Kürzungen der freiwilligen Leistungen in der Kultur, für die Jugend und für soziale Aufgaben forderte, wurde sie von der Linkspartei.PDS in aller Schärfe zurückgewiesen. Auch die SPD schloss sich dieser Haltung an und kündigte Ablehnung an, falls ihr Änderungsantrag nicht berücksichtigt würde. Darin forderte sie vorläufige Weiterzahlung der Zuschüsse im freiwilligen Aufgabenbereich. Mit Unterstützung der Linkspartei.PDS wurde dieser Änderungsantrag angenommen, worauf die SPD für den Eckwertebeschluss stimmte.

Jetzt stimmte die CDU einstimmig gegen das Vorhaben ihres Parteifreundes Dr. Krüger. Der Beschluss wurde nicht angenommen.

Ein Beispiel, wie manche ihre Machtspielchen ohne Beachtung der Bürgerinteressen betreiben. Immer nach Lust auf Demokratie?

 

Dr. Manfred Bewersdorf

 

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