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Da
wird der Hund in der Pfanne verrückt...
Die
vom Innenministerium verfügte Sperre von 4 Mio. € wurde vom Oberbürgermeister
in Einzelpositionen untersetzt den Stadtvertretern vorgelegt zur
Beschlussfassung. Daraufhin bringt die Linke.PDS zur Haushaltssperre einen
Antrag ein, der da lautet: der Oberbürgermeister soll im Rahmen der 4 Mio. €
Haushaltssperre nicht den Vereinen und Verbänden im Jugendbereich und im
Bereich Soziales nicht die Mittel in Höhe von 42.200 € sperren. Statt dessen
möge er die erforderlichen Gelder aus Bereichen der Verwaltung wie Reisekosten,
Fortbildung usw. nehmen. Damit hat die Fraktion im Grunde den Willen zweier
Ausschüsse, des Jugendhilfe- und des Sozialausschusses, zum Antrag erhoben und
dafür Deckungsquellen gesucht, denn diese Beschlüsse fanden sich in der
Vorlage des Oberbürgermeisters nicht wieder. Eine Mehrheit der Vertretung
schloss sich unserem Antrag an. Wer da aber meint, na gut, auch wenn der Oberbürgermeister
schon vorher zwei Ausschüsse ignorierte, so wird er wohl nun die Mehrheit der
Stadtvertretung zur Kenntnis nehmen und den Beschluss umsetzen - weit gefehlt.
Ganz im Gegenteil, er legt Widerspruch gegen den Beschluss ein und somit hat
sich die Vertretung erneut mit dem Thema befassen müssen. Eine ernste und auch
sehr emotionale Debatte zeigte:
-
die Mehrheit der Stadtvertretung steht zu ihrer Entscheidung.
-
der Oberbürgermeister wollte und will absolut nicht den Mehrheitswillen der
Vertretung in dieser Frage akzeptieren und benutzt dafür alle Mittel, die ihm
zur Verfügung stehen.
Was
kann man daraus schlussfolgern? Demokratie ist ein lahmer Esel? Nein, aber viele
werden es denken angesichts dieser Ereignisse. Ich meine, die Instrumente der
Demokratie haben ermöglicht, zu zeigen, was der Oberbürgermeister dieser Stadt
nicht will: eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Vertretung, einen fairen
Streit um Problemlösungen, welcher nicht auf Taktiererei basiert, einen offenen
und von allen Beteiligten engagiert geführten Meinungsbildungsprozess. Nun kann
sich jeder darüber hinaus noch fragen, warum er sich so schwer tut, die 42.200
€ für die Vereine und Verbände innerhalb der Sperre umzuschichten. Ich will
an dieser Stelle nicht darüber spekulieren, aber eines ist gewiss,
Entscheidungen für oder gegen die Finanzierung einer Struktur oder Aufgabe hat
immer etwas mit der Gewichtung dieser Struktur und Aufgabe zu tun. Die Wertung
der getroffenen Entscheidungen liegt auf der Hand.
Cati
Muth
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