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Post im Briefkasten – „Sie haben
gewonnen“
Diese Post hatten sicher alle schon
einmal oder auch öfter in ihrem Briefkasten.
Vernünftiger Weise sollte man sie gleich zerreißen und
wegwerfen. Stutzig machte uns der Stempel der
Geschäftsstelle von Peter Ritter in Malchin. War es
vielleicht doch keine Verar….?
Aber der Reihe nach. Am 16.05.machten
wir uns trotz Kälte und Regen mit einem Blech frisch
gebackenen Apfelkuchen auf nach Rostock, zur
Auftaktveranstaltung der LINKEN zu den Europa- und
Kommunalwahlen. Alles drängte sich unter den Dächern
der Stände zusammen, die Leute hasteten vorüber und
sahen zu, dass sie in den trockenen und warmen
Geschäften verschwanden. Im Laufe des Vormittages
blieben leider nur wenige stehen. Wir hatten trotzdem
viel Spaß, die Stimmung war gut, die Musik war Klasse,
auch die Darbietungen auf der Bühne und einige haben
sogar getanzt. Irgendwann teilte jemand die Zettel für
die Tombola zum Ausfüllen aus und wir haben mit
gemacht.
Leider mussten wir gegen 14 Uhr gehen,
so dass wir den schönen Nachmittag und damit die
Höhepunkte der Veranstaltung nicht mehr miterleben
konnten. Tage später Post. „Sie haben gewonnen“ und
wir hatten tatsächlich gewonnen – einen Gutschein für
eine Familienkarte für das Müritzeum in Waren.
Unsere Mutter, 85 Jahre, war zu Besuch,
und wir beschlossen, am 27. Mai nach Waren zu fahren.
Gesagt, getan. Als erstes hat uns schon
auf dem Parkplatz der rege Besucherstrom überrascht.
Es war ja mitten in der Woche und auch keine Ferien.
Schon die Architektur des Gebäudes ist
sehenswert und wer lange nicht in Waren war, wird viel
Neues und interessantes entdecken.
Die Ausstellung selbst war ein
Erlebnis. Zu Beginn haben wir uns im Erlebniskino
einen Kurzfilm über die Müritzregion, ihre Entstehung
in der Eiszeit bis zur heutigen Kulturlandschaft
angesehen und dann den Rundgang im Erdgeschoss
begonnen. Es gibt einen Raum in dem an der Wand Kästen
mit ausgestopften Vögeln hängen. Mit einem
Notenschlüssel kann man Vogelstimmen erklingen lassen
und der Kasten mit dem dazu gehörenden Vogel wird
erleuchtet. Interessant auch die umfassenden
Informationen zu den in der Region lebenden Vögeln vom
Seeadler bis hin zu den kleinen Vögeln. Ein Thema ist
auch den Störchen gewidmet und man erfährt
interessantes über den Vogelzug bis nach Südafrika an
hand der Geschichte von „Prinzesschen aus
Sachsen-Anhalt“. Über Kopfhörer können weitere Details
in Erfahrung gebracht werden. Ein weiterer
Ausstellungsteil ist dem Wald und seiner Bedeutung für
die Region gewidmet.
Interessant auch die Ausstellungstafeln
zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Angenehm
aufgefallen ist uns dabei besonders der moderate und
überwiegend objektive Ton der Darstellungen der
Entwicklung zwischen 1945 und heute.
Dann ging es ab ins Untergeschoss, in
die Unterwasserwelt der Müritzgegend. Beeindruckend
bereits das große Aquarium mit den Schwarmfischen am
Treppenabgang. Angenehm im ganzen Ausstellungsbereich
sind die Sitzgelegenheiten zum Verweilen und längeren
Betrachten auch der Fotos und Kurzfilme an den Wänden.
Auf Grund des wechselhaften Wetters
haben wir auf einen Rundgang um den Herrensee
verzichtet und uns mit einem Panoramablick, den man
vom Aussichtspunkt im Erdgeschoss genießen kann,
begnügt.
Alles in allem war das ein
wunderschöner und interessanter Tag. Besonders für
Familien mit schulpflichtigen Kindern ist der Besuch
des Müritzeums zu empfehlen. Um möglichst vieles zu
sehen, sollte man da aber mindestens einen Tag
einplanen oder sich auf Themenschwerpunkte
konzentrieren.
Das es auch für Erwachsene ein
gelungener und informativer Ausflug ist, konnten wir
erleben. Manchmal hat man eben doch gewonnen.
Vielen Dank, Marlies und Gerda Kiauka
und Roland Söll
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