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Fraktion DIE LINKE/ Bündnis 90
Die Grünen, Pressemitteilung des Vorsitzenden
Gesetzentwürfe müssen nachgebessert werden
Am 10. und 11. Mai finden im Innenausschuss des
Landtages weitere Anhörungen zu den Gesetzentwürfen der
Landesregierung zur Landkreisneuordnung und zur
Aufgabenübertragung statt. Vor allem die geplante
Zerteilung des Landkreises und die damit verbundenen
Auswirkungen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Kreisverwaltung standen im Mittelpunkt einer
Sitzung der Kreistagsfraktion DIE LINKE/Bündnis 90 Die
Grünen am 30.April in Demmin. Mitglieder des
Personalrates der Kreisverwaltung, die als Gäste an der
Fraktionssitzung teilnahmen, erläuterten die Folgen der
Kreisteilung für das Personal. So sind die Regelungen
zum Personalübergang völlig unzureichend, da es für die
neuen Verwaltungen noch keine klaren Vorstellungen für
künftige Stellenpläne gibt und nicht absehbar ist, wer
in welchen Verwaltung wechselt. "Es besteht die Gefahr,
dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Demminer
Kreisverwaltung zum "Auffüllpersonal" der neuen
Verwaltungen degradiert werden und bei wichtigen
Personalentscheidungen kein Mitspracherecht haben. Hier
bedarf es klarerer Regelungen durch den Gesetzgeber.",
so der Fraktionsvorsitzende Peter Ritter. Kritisiert
wurde zudem, dass es keine Aufbaustäbe geben soll, die
wichtige Fragen des Übergangs in eine neue Struktur
regeln und die Zeit bis zur Kreisneubildung viel zu
kurz ist. Der Zeitfaktor spielt auch bei einem anderen
Gesetz eine entscheidende Rolle. Die Novelle des
Kindertagesstättenfördegesetzes welche erst jetzt in
Landtag eingebracht wurde, soll bereits mit Beginn des
neuen Schuljahres gelten. "Wie in dieser kurzen Zeit-
eine Verabschiedung des Gesetzes durch den Landtag
dürfte erst im Juli möglich sein- die Voraussetzungen
für die Umsetzung vor Ort geschaffen werden sollen,
bleibt ein Rätsel. Brechstange vor Fachlichkeit lautet
auch hier offenbar das Motto"., so Ritter.
Die Fraktion befasste sich auch mit dem vorgelegten
Entwurf zur Schülerbeförderungssatzung. Der Entwurf der
Verwaltung ist aus Sicht der Fraktion nicht
zustimmungsfähig, da Schulwahlfreiheit so nicht
gewährleistet werden kann. "Wir erwarten in dieser
Frage auch mit Spannung die Vorschläge der
CDU-Fraktion. Deren Vorsitzender hatte den auf dem
letzten Kreistag protestierenden Eltern versprochen,
dass es keine Einschnitte bei der Finanzierung des
Schülertransportes geben werde.", so Ritter weiter. Mit
einer gewissen Verwunderung hat die Fraktion die
Äußerungen von Vize-Landrat Disterheft zur
Kennzeichnung der Radar-Fallen zu Kenntnis genommen. Es
ist noch nicht lange her, da hat der Kreistag auf
Vorschlag der CDU-Fraktion mehrheitlich eine Erhöhung
der Bußgelder beschlossen und damit eine Beibehaltung
der Kreisumlage auf wackliger Grundlage fixiert. Nun
soll vor den Blitzern gewarnt werden! Die Kraftfahrer
werden sich vernünftiger Weise daran orientieren. Ob
die Blitzer-Kassen dann aber noch so üppig gefüllt
werden, wie die CDU sich das vorstellte, darf wohl
bezweifelt werden. "Diese sachlichen Argumente aber
fanden schon bei der Haushaltsdebatte kein Gehör bei
der CDU-Fraktion. Auch hier gilt offenbar: Augen zu und
durch. Nur geholfen ist damit niemanden.", so Ritter
abschließend.
Peter Ritter |
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Fraktion DIE LINKE/ Bündnis 90
Die Grünen, Pressemitteilung des Vorsitzenden
Wenig Erfreuliches auf dem Arbeitsmarkt
Auf ihrer Sitzung am 1.März
beschäftigte sich die Kreistagsfraktion DIE
LINKE/Bündnis 90 Die Grünen mit der aktuellen Situation
auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Demmin und den
möglichen Auswirkungen der bevorstehenden
SGB-II-Organisationsreform. Als kompetente
Gesprächspartnerin hatte die Fraktion die
Geschäftsführerin der Demminer ARGE, Frau Christina
Felgenhauer, eingeladen.
„Die aktuellen den Arbeitsmarkt
betreffenden Zahlen sind wenig erfreulich, Besserung
ist nicht in Sicht.“, so der
Fraktionsvorsitzende Peter Ritter. Während mehr
als 13.000 Bürgerinnen und
Bürger des Landkreises auf Hilfeleistungen in
unterschiedlicher Form angewiesen sind,
gibt es im Landkreis nur rund 20.000
sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.
Darunter sind viele prekäre Beschäftigungsverhältnisse.
Die Empfängerinnen und
Empfänger von Hartz-IV-Leistungen leben in 7.320
Bedarfsgemeinschaften. Auch die Zahl der so genannten „Aufstocker“
ist erschreckend.
Das heißt, dass mehr als
250 ALG-I-Empfängerinnen und Empfänger, mehr als
200 Selbständige und mehr als
2300 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
auf zusätzliche
Leistungen angewiesen sind,
um einigermaßen über die Runden zu kommen. Alles in
allem führt das zu einer Unterbeschäftigungsquote im
Landkreis von 26,3%.
„Hinter diesen Zahlen stecken Schicksale
von Familien und Einzelnen,
die in der Regel unverschuldet von
Arbeitslosigkeit betroffen
sind oder ihre Existenz nicht sichern können.
Mit diesen Fakten
sollte sich FDP-Chef Westerwelle auseinandersetzen,
ehe er mit pauschalen Vorwürfen einen Keil zwischen
Hartz IV-Bezieher und Beschäftigte treibt.
Für uns ist Hartz-IV eine historische Fehlentscheidung.
Hartz-IV muss daher überwunden werden.“, so Ritter
weiter. Vor diesem Hintergrund ist das jahrelange
politische Tauziehen um die SGB-II-Organisationsreform
nicht akzeptabel. Das Urteil des
Bundesverfassungsgerichtes liegt nun schon über zwei
Jahre zurück, ohne dass der Bundesgesetzgeber tätig
geworden ist. Angesichts der beschriebenen Situation
und des jetzt entstandenen Zeitdrucks steht die
Fraktion DIE LINKE/Bündnis 90 Die Grünen einer
Kommunalisierung der Betreuung von
SGB-II-Empfängerinnen und Empfängern ablehnend
gegenüber. „Erwerbslosigkeit ist ein
gesamtgesellschaftliches Problem und insofern Aufgabe
des Bundes. Dieser darf das Problem nicht weiter
aussitzen. Außerdem wäre der Mehraufwand bei Personal,
Finanzen, Liegenschaften, Software, der bei einer
alleinigen Übertragung in kommunale Hoheit entstehen
würde, auch angesichts der kommunalen Finanzlage nicht
tragbar. Eine Grundgesetzänderung, die die Arbeit der
ARGE in bisheriger Form fortführen könnte, ist
daher aus Sicht der Fraktion die sinnvollere
Variante.“, so Ritter.
Die Fraktion beschäftigte sich auch mit
der Vorbereitung der nächsten Sitzung des Kreistages.
Hinsichtlich der Anträge der CDU-Fraktion zur Nutzung
kreiseigener Liegenschaften für Photovoltaik-Anlagen
oder der Errichtung einer Wasserskistrecke auf dem
Kummerower See plädiert die Fraktion für eine
Überweisung der Anträge in die zuständigen Ausschüsse
des Kreistages, um dort zunächst einmal Bedarfe,
Möglichkeiten und finanzielle Auswirkungen zu klären.
Angesichts der nicht enden wollenden
Debatten um den künftigen Umgang mit dem Peenetal spricht
sich die Fraktion für eine breite Einbeziehung der in
der Region lebenden und arbeitenden Bürgerinnen und
Bürger und sieht in der NABU-Stiftung eine durchaus
tragfähige Lösung. „Wie eine solche Einbeziehung
verschiedener Interessegruppen aussehen kann, zeigen
Beispiele andere Naturparke. Im Naturpark
„Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See arbeitet
zum Beispiel seit Jahren ein Förderverein. Warum sollen
solche oder andere Formen der Mitarbeit nicht auch im
Peenetal möglich sein? Der Beschluss des Kreistages
Ostvorpommern gegen die NABU-Stiftung ist in dieser
Debatte jedoch wenig hilfreich.“, so Ritter
abschließend.
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Fraktion DIE LINKE/ Bündnis 90
Die Grünen
Widerstand gegen FAG-Novelle erhöhen!
Die Mitglieder der Fraktion DIE
LINKE/Bündnis 90 Die Grünen trafen sich am 18.09.09
in Demmin zu einer Fraktionssitzung. Als Gäste nahmen
an dieser Beratung Landrat Siegfried Konieczny und der
Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Landtag
Mecklenburg-Vorpommern, Helmut Holter, teil. Holter
besucht zur Zeit alle neu gewählten
Kreistagsfraktionen, um aktuelle Probleme der
Kommunalpolitik aufzunehmen und über landespolitische
Vorhaben zu informieren. Aus aktuellem Anlass stand die
gegenwärtig in Beratung befindliche Novelle des
Finanzausgleichsgesetzes im Mittelpunkt der Debatte.
Landrat Konieczny verdeutlichte noch einmal die Folgen
des Gesetzes, wenn es so wie vorgeschlagen, angenommen
würde. „Drastische Erhöhung der Kreisumlage oder
umfassende Kürzungen bei so genannten freiwilligen
Aufgaben, dass sind die Alternativen, die der Kreis
hätte. Kürzungen bei freiwilligen Aufgaben hieße:
Reduzieren beim Schülertransport in der Sek II,
Verringerung der Zuschüsse für die Musikschulen oder
den Kreissportbund. Das kann und darf nicht Wille der
Landespolitik sein.“ so Konieczny. Holter unterstützte
die Kritikpunkte des Landrates und sicherte die
Unterstützung seiner Fraktion zu. Allerdings geben die
Ausschussberatungen in Schwerin wenig Anlass zu
Hoffnung. „Die Koalitionäre peitschen das Gesetz durch
die Fachausschüsse, und lassen keinen Raum für
Diskussionen oder Veränderungen.“, so Holter. Die
Kreistagsfraktion DIE LINKE/Bündnis 90 Die Grünen
erwartet in diesem Zusammenhang die zügige Umsetzung
des Vorschlages der
CDU-Kreistagsfraktion, eine Anhörung zum
Gesetzentwurf durchzuführen. „Wir schlagen vor, dass
dazu die kommunalen Spitzenverbände geladen und gehört
werden um so der Stellungnahme des Kreistages mehr
Gewicht zu verleihen.“, so Peter Ritter. Das Agieren
der CDU-Kreistagsfraktion auf der jüngsten Sitzung des
Kreistages wurde der Lage der Kommunen und des Kreises
nicht gerecht. „Mit Ausreden und Scheinargumenten wurde
versucht, eine Positionierung des Kreises zu
verhindern. Interessenvertretung sieht anders aus.“, so
Ritter weiter. Letztlich war es dem dringenden Appell
des Kreistagspräsidenten zu verdanken, dass der
Kreistag einen Beschluss zur FAG-Novelle gefasst hat.
Ein weiteres Thema war die aktuelle Lage auf dem Gebiet
der Berufsausbildung. Wie im ganzen Land, so zeichnet
sich auch im Kreis Demmin eine zunehmende Ungleichheit
zwischen der Anzahl von Ausbildungsplätzen und
Bewerberinnen und Bewerbern ab. Verschärft wird diese
Diskrepanz durch wenig vorhandene Kenntnis über
Ausbildungsberufe und Ausbildungsziele. „Offenbar
reichen solche wichtigen Veranstaltungen wie die
Demminer Job-Börse oder der jährlich statt findende Girls-Day alleine nicht aus, um Interesse an Berufen zu
wecken. Die Kreistagsfraktion bat die
Landtagsfraktionen daher zu prüfen, mit welchen Mitteln
Berufsfrühorientierung und Praxisnähe verstetigt werden
können. Regelmäßig stattfindende Unterrichtstage in
Unternehmen, Handwerksbetrieben oder Verwaltungen
könnten ein solcher Weg sein.“, so Ritter. Abschließend
unterzeichneten die Mitglieder der Fraktion die
Petition gegen die Privatisierung von Gewässern, wie
dem Malchiner See. Die Fraktionsmitglieder wollen in
den nächsten Tagen weitere Unterschriften sammeln und
baten darum, dass die Landtagsfraktion DIE LINKE dieses
Thema in den Fachausschüssen des Landtages auf die
Tagesordnung setzt.
Demmin, 18.09.09 |
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