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Leistungsstarkes
und lebenswertes Neubrandenburg
Die Kommunen in der BRD leiden finanzielle Not, so auch
Neubrandenburg. Wir sind hoch verschuldet und eine nachhaltige
Haushaltskonsolidierung ist notwendig. Die Konsolidierung sollte
als Chance zur Einbeziehung neuer Ideen und Konzepte verstanden
werden. Wir setzen uns für einen Bürgerhaushalt ein, der eine
Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ermöglicht. Geplante
Investitionen in der Stadt sind stärker hinsichtlich ihrer
Folgekosten zu betrachten. Um die Haushaltssituation
Neubrandenburgs zu verbessern, sind Beteiligungen und Zuschüsse
der Stadt an kommunale Unternehmen und deren Gewinnabführungen
sorgfältig zu prüfen. Wir stehen für starkes kommunales
Eigentum, welches nicht nur kommunale Handlungsmöglichkeiten,
sondern auch eine nachhaltige, soziale und ökologische
öffentliche Daseinvorsorge sichert. Die Grundversorgung der
Bürgerinnen und Bürger Neubrandenburgs muss verlässlich, allen
zugänglich und preiswert sein. Dazu gehören die Versorgung mit
Wasser, Strom und Gas, Abwasserbehandlung und Abfallentsorgung,
Wohnen, öffentlicher Personennahverkehr sowie kulturelle,
sportliche und soziale Angebote.
Die politische und rechtliche Kontroll- und Steuerungsfunktion
und die Einhaltung des öffentlichen Vergaberechtes in den
Betrieben des städtischen Eigentums sind zu sichern. Wir streben
nach mehr Demokratie in den wirtschaftlichen Unternehmen der
Stadt. Städtische Betriebe und kommunaler Besitz sind unser
Tafelsilber. Mit uns wird es keinen Verkauf an private
Investoren geben, um finanzielle Löcher im Stadthaushalt zu
stopfen, denn verkaufen kann man nur einmal! Nach einmaliger
„Gewinnmitnahme“ sind Besitz, laufende Einnahmen und eigene
Gestaltungsmöglichkeiten verloren.
Die Stadt benötigt ein gut aufgestelltes „Regionales
Entwicklungskonzept“ mit dem eine ausgewogene wirtschaftliche
Entwicklung der Stadt und der Region befördert wird.
Es muss sich auf stabile und zukunftsorientierte Klein- und
mittelständische Unternehmen stützen, die regionalen
Entwicklungspotentiale der Natur und Umwelt erschließen und der
Bevölkerung, besonders jungen Menschen eine zukunftsorientierte
Perspektive ermöglichen.
Der Umbau des HKB muss endlich vorangetrieben werden, ohne dass
die NEUWOGES als Investor in eine schwierige wirtschaftliche
Situation gerät. Aspekte der Rentabilität und des
Denkmalschutzes sind in Einklang zu bringen, damit dieses
Wahrzeichen der Stadt repräsentativer genutzt werden kann. Die
Linke setzt sich für einen Begleitausschuss HKB ein.
Wir sind gegen großflächige Verkäufe der Wohnungssubstanz durch
die NEUWOGES, auch nicht zur Finanzierung kommunaler Projekte.
Der partielle Rückbau von Gebäuden soll mehr in den Vordergrund
gestellt werden, um das Stadtbild zu erhalten. Jedes Wohngebiet
in Neubrandenburg soll attraktiv sein.
Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist auf der
Gesamtfläche der Stadt zu gewährleisten. Eine Privatisierung
oder Teilprivatisierung des ÖPNV lehnen wir ab. Weitere
Stadtteilverbindungen würden zu einer Entlastung der durch die
Stadt führenden Bundesstraßen beitragen. Wir fordern die
umgehende Veröffentlichung der Entwürfe für den Bau des ersten
Abschnittes der innerörtlichen Umgehung für Neubrandenburg.
Notwendig ist ein perspektivisch orientiertes städtisches
Verkehrskonzept. Das innerstädtische Radwegenetz ist weiter
auszubauen. Für die Turmstraße ist eine Regelung erforderlich,
die in Fußgängerverkehrsarmen Zeiten auch eine befristete
Nutzung durch Radfahrer ermöglicht.
Im Interesse einer einheitlichen nachhaltigen
Entwicklungsplanung wollen wir die Weiterentwicklung bzw.
Wiederbelebung der lokalen „AGENDA 21“. Notwendig sind die
Pflege des Stadtgrüns und die weitere Anlage von Ruhezonen mit
Sitzmöglichkeiten in den Wohngebieten. Die künftige Entwicklung
des Kulturparks ist mit einer starken Bürgerbeteiligung zu
realisieren. Ein Instrument dazu könnte ein Kulturparkbeirat
sein.
Der Stargarder Bruch ist als sensible ökologische Fläche nicht
zu bebauen.
Die Förderung des „sanften Tourismus“ hat Vorrang vor der
Nutzung des Tollensesees als Rennstrecke für Powerboote. Das
Kleingartenwesen ist weiter zu entwickeln und zu fördern.
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