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Am 23. Januar
2010 trafen sich die Neubrandenburger StadtvertreterInnen, sowie
die sachkundigen EinwohnerInnen der Fraktion „Die Linke“ im
Chemnitzer Landhotel zu ihrer 2. Klausurtagung, um die
Marschroute für das Jahr 2010 zu beraten und festzulegen.
Die politischen
Schwerpunkte für das Jahr werden u.a. folgende sein:
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Bürgerhaushalt,
eine neuere transparentere Form der Bürgerbeteiligung zu diese
betreffende Themen;
- -
HKB,
wie können wir uns bei der Rekonstruktion einbringen, z.Bsp.
durch einen Begleitausschuss;
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Älter werden in NB,
Einfluss und Hilfestellung für den Seniorenbeirat;
- -
Gedenkstättenkonzept,
wie geht NB mit seinen Gedenkstätten um, werden alle
gleichwertig behandelt (z.Bsp. Standort für die Marx- Statue);
- -
Kindertagesstätten,
Einflussmöglichkeiten der Stadtvertretung (z.Bsp. bei der
Bedarfsermittlung) der nichtkommunalen Kindertagesstätten;
- -
TOG
(Theater- und
Orchester GmbH);
- -
Kreisgebietsreform,
Begleitung und Einflussnahme im Rahmen der Möglichkeiten zu
Gunsten der Neubrandenburger BürgerInnen.
Diese
Punkte können und werden natürlich ständig durch
aktuellpolitische Geschehnisse erweitert
und begleitet.
Die Genossin
Cati Muth informierte über Inhalte aus den einzelnen
Fachausschüssen. Besonders rege diskutierte die Fraktion über
die Bereitstellung von Mitteln für die Jugend. Hier sind in
Neubrandenburg gerade 5,8% der Haushaltsmittel geplant. Der
Bundesdurchschnitt beläuft sich auf ca. 9%, angestrebt werden
sollten nach Ansicht der Bundesregierung 15%. Wie dies bei der
den finanziellen Auswirkungen des FAG gelingen soll, lässt
„Gelb/Schwarz“ allerdings offen. Weitere Kürzungen im
Neubrandenburger Haushalt und damit im Zusammenhang stehende
Schließungen von Jugendclubs, z.Bsp. auf dem Datzeberg, können
nicht toleriert werden. Letzteres gilt es unbedingt zu
verhindern. Hierzu wird Ratsherr Bernd Fuhrmann am 28.01.2010
einen Antrag auf der Stadtvertretersitzung einbringen.
Ein weiterer
großer Diskussionspunkt war natürlich auch die aktuelle
Finanzsituation der Stadt und neu entstehende Löcher im
Haushalt. Nicht zuletzt ist dies auch eine Auswirkung des neuen
FAG, durch das Städte, Gemeinden und Kommunen deutlich weniger
Einnahmen haben werden. Erneut wurde die Sorglosigkeit von Bund
und Land im Umgang mit den Kommunen kritisiert, da diese immer
mehr finanzielle Belastungen auf letztere abwälzen.
Logischerweise
müssen auch wir als LINKE uns Gedanken dazu machen, ohne den
sozialen
Aspekt aus den Augen zu verlieren. Dabei auch noch
Maßgaben des Ministeriums des Inneren zu beachten, macht die
Aufgaben nicht leichter.
Verschiedene
Möglichkeiten, wie die Erhöhung der Gewerbesteuer die derzeit
375% beträgt wurden beraten. Der Landesdurchschnitt der
Gewerbesteuer liegt bei 420%. Bedenken, dass Unternehmen dann
der Stadt den Rücken kehren, konnten zerstreut werden, da dies
aus betriebswirtschaftlicher Sicht keinen Sinn machen würden,
zumal nur ca.15% der in Neubrandenburg ansässigen Unternehmen
diese Belastung treffen würde.
Ein weiterer
Punkt ist die Grundsteuer B. Im Landesdurchschnitt beträgt diese
450%, in Neubrandenburg jedoch seit vielen Jahren nur 410%.
Beide Maßnahmen
werden maßvoll in Betracht gezogen werden müssen, um die Löcher
im Haushalt nicht auswuchern zu lassen und vielleicht auch dazu
beizutragen, dass die Kürzungen,
z.Bsp. im Jugendbereich,
abgewendet werden können.
Weitere
Diskussionen gab es zu Themen, wie dem „Latücht“. Hier wird die
Fraktion die Empfehlung des Kulturausschusses unterstützen die
Kürzungen der letzten Jahre wieder zurück zu nehmen.
Auch das
Haushaltssicherungskonzept wurde beleuchtet. Hier kam schnell
Unverständnis bei allen Anwesenden auf, als unter dem Punkt
„Optimierung des Kulturbetriebes“ im HSK festgestellt werden
musste, dass dort die Streichung von 10 Stellen eingepflegt
wurde, was einer Personalkürzung von 20% entspricht. Einig war
man sich darüber, dass man derlei Maßnahmen keinesfalls
zustimmen könne. Ein konkretes Prüfkonzept soll Aufklärung
schaffen. Ein Personalabbau in dieser Größenordnung hieße sowohl
einen Qualitäts- als auch Quantitätsverlust im Kulturbetrieb der
Stadt Neubrandenburg.
Leider stellte
man fest, dass sich derlei Maßnahmen offensichtlich wie ein
roter Faden durch das gesamte HSK zieht. Hier gilt es gegen zu
steuern.
Als Fazit kann
man sicher feststellen, dass viel Arbeit vor der Fraktion liegt,
die aber gut aufgestellt
ist, mit konstruktiven Diskussionen und
viel Elan, Fleiß und Kraftanstrengung für die Bürgerinnen und
Bürger der Stadt Neubrandenburg ein Optimum herausholen wird und
sich gern den Fragen und Problemen der Bürgerinnen und Bürgern
stellen will. Hierfür werden wieder Quartalsweise öffentliche
Fraktionssitzungen außerhalb des Rathauses abgehalten. In einer
der kommenden Fraktionssitzungen wird man sich dem Thema
„Spielplätze in Neubrandenburg“ stellen.
Jan Kuhnert
25.01.2010
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