Standpunkte

 

Fraktion DIE LINKE in der Stadtvertretung Neubrandenburg

 

2. Lesung Haushalt 2010

Rede von R. Malchow zur Stadtvertretersitzung am 28.01.2010

Änderungsanträge zum Haushaltssicherungskonzept

 

Die Fraktion die Linke beantragt die Änderung der neuen Maßnahme

2010/A/2 Optimierung des Städtischen Kulturbetriebes

In folgenden Sinne:

Ab 2010 werden die städtischen Kultureinrichtungen (Städtische Museen, Volkshochschule,

Regionalbibliothek, Verwaltungsbibliothek, Stadtarchiv und Zwischenarchiv) in einem ,,Städtischen Kulturbetrieb" gebündelt und im Haushalt in einem eigenen Teilhaushalt abgebildet. Durch die Bündelung von Querschnittsaufgaben und Ressourcen sollen Synergieeffekte ermöglicht werden. Für die Erarbeitung eines Konzeptes zur weiteren Optimierung dieser Struktureinheit auch im engeren Zusammenwirken mit der VZN GmbH und dem Stadtmarketing ist eine Arbeitsgruppe gebildet worden. Ziel ist der

Abbau von insgesamt Ca. 10 Stellen. Im Ergebnis der Erarbeitung des Konzeptes erfolgt eine Untersetzung dieser Zielvorgabe. Damit wird die mit der Maßnahme 2010/8/4 geforderte Wandlung der kw-P-Vermerke in kw-Vermerke unterstützt. Darüber hinaus gehende Einsparungen sind im Ergebnis des Konzeptes zu ermitteln.

Die letzten beiden Sätze werden gestrichen und durch folgende Formulierung ersetzt:

Ziel ist die Überprüfung der vorhandenen Personalstellen, sowie darüber hinausgehende mögliche Einsparungen, ausgerichtet am Ergebnis des Konzeptes zur Optimierung der Strukturen.

  

Die neue Maßnahmen

201 0/8/4 Reduzierung der Personalaufwendungen im Städtischen Kulturbetrieb

Durch Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation im Städtischen Kulturbetrieb sollen weitere Reduzierungen der Personalaufwendungen erreicht werden. Freiwerdende Stellen sind grundsätzlich nicht wieder zu besetzen und fallen weg. Bei nachgewiesener Notwendigkeit der Wiederbesetzung - die einer besonderen Begründung und Prüfung bedarf, die sich an den Maßstäben der vorläufigen Haushaltsführung orientiert - sind zunächst bereichsinterne Lösungen zu suchen. Erst nach Ausschöpfung aller eigenen Möglichkeiten sind mit Hilfe der Servicebereiche Personal und Organisation bereichsübergreifende Lösungen zu suchen. Im Ergebnis der internen Umsetzungsketten ist jeweils am Ende eine Stelle einzusparen. Die erwarteten Einsparungen ergeben sich aus den kw- und Pauschal-kw-(kw-P)-Vermerken einschließlich der Minderung der Personalaufwendungen aus ATZ-Inanspruchnahme. Durch weitere Verbesserung des Personal- und Organisationsmanagements mit einer für drei Jahre vorausschauenden Planung wird im Stellenplan 2010 eine Erhöhung der kw-Vermerke insbesondere durch Wandlung der kw-P-Vermerke erwartet. Dazu erfolgt eine zentrale Vorgabe zur Stellenausstattung unter Berücksichtigung der Übernahme von Nachwuchskräften (siehe Punkt 3.3.1 des Personalkonzeptes). Das Einsparpotenzial ist der Anlage 1 des Personalkonzeptes zu entnehmen.

 

Die Fraktion beantragte die Streichung des hervorgehobenen Satzes.

Die Fraktion die Linke sieht sehr wohl die Notwendigkeit Positionen wie die genannten anzugehen und zu schauen ob und welche Synergieeffekte sich mit der neuen Struktur des Kulturbetriebes ergeben. Jedoch sind wir im Gegensatz zur Verwaltung oder zum OB der Meinung, mögliche personelle Einsparmöglichkeiten müssen ausgelotet werden anhand einer inhaltlich determinierten Neuausrichtung der Einrichtungen. Das heißt, es ist die Frage zu klären, welche Leistungen wollen und können wir uns leisten mit in der Folge dann zu beantwortenden Fragen zu personellen Untersetzung des inhaltlich definierten Weges. Es kann aus unserer Sicht nicht so sein, dass wir sagen, da jetzt  einige der Stelleninhaber im kulturellen Bereich in Rente gehen oder aus anderen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen streichen wir die Stellen kurzer Hand. Nein anders wird ein Schuh draus.

Wir klären welche Leistung von uns gewollt ist und wie diese gewollte Leistung gesichert werden kann. Sollte dabei herauskommen, dass auf Stellen verzichtet werden kann nun gut dann soll es so geschehen, aber ein Automatismus, weil der Landesrechnungshof es empfiehlt  oder es sich auf Grund der Alterstruktur der Angestellten anbietet lehnen wir entschieden ab. Der Landesrechnungshof hat natürlich auf solche Fragen einen anderen Blick, das liegt in der Natur seines Auftrages. Und Empfehlungen sollte man sich auch in Ruhe anschauen.

Aber das Heft des Handelns liegt immer noch bei den Stadtvertretern die im Gegensatz zum Rechnungshof neben fiskalischen Argumenten die Frage der weichen Standortfaktoren, die Frage von Gemeinwesenentwicklung und der Vielfalt qualitativ hochwertiger Angebote klug prüfen muss.

Die Anträge der Fraktion wurden mehrheitlich angenommen.

 

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