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Warum ein Begleitausschuss HKB?
Entsprechend § 36 der
Kommunalverfassung M-V und unserer Hauptsatzung § 8 ist der
Stadtvertretung die Möglichkeit gegeben, zeitweilige Ausschüsse
zu bilden. Die Fraktion DIE LINKE beantragt heute die Bildung
eines zeitweiligen Begleitausschuss zum Umbau des HKB.
Wie sie dem Beschlusstext entnehmen
können
soll dieser mit sofortiger Wirkung
seine Arbeit beginnen.
Im sollen 13 Mitglieder angehören
und mit folgende Aufgaben ausgestattet sein.
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Erarbeitung von
Stellungnahmen und Beschlussempfehlungen für die
Stadtvertretung
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Beratung der
Haushaltsplanung sowie der Kosten- und Finanzübersichten für
das Gesamtprojekt
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Beratung des Raum- und
Nutzungskonzeptes
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Begleitung des
Bauablaufes und
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Begleitung der Vergaben
von notwendigen Bauleistungen.
Warum dieser Vorschlag zur Bildung
eines Ausschusses? Haben wir doch einen Projektbeirat und reden
und beschließen wir nicht schon seit Jahren über Maßnahmen zum
Umbau des HKB? Ja. Das machen wir. Und wo stehen wir heute? Im
Frühjahr diesen Jahres hielt der Innenminister das Projekt für
nicht genehmigungsfähig, da die Risiken und Belastungen für den
städtischen Haushalt für zu hoch erachtet werden. Daraufhin
haben wir den Projektumfang reduziert und uns in einer
gemeinsamen Erklärung in der letzten Stadtvertretersitzung zu
einer um ca. 5 Mio. € reduzierten Projektvariante erklärt. Wir
können heute feststellen, das HKB ist noch immer nicht saniert,
die Finanzierung noch nicht genehmigt und wir wissen nicht wie
sich der Innenminister nun positioniert. Wird der Umbau in der
Richtung realisiert werden können, wie es in der von allen
Fraktionen getragenen Erklärung zusammenfassend formuliert ist?
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Werden wir vielleicht
über eine noch kleiner Umbauvariante nachdenken müssen?
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Müssen wir vielleicht
über einzelne, sich über viele Jahre hinziehende modulare
Umbauvariante abhängig von der Haushaltslage der Stadt
nachdenken?
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Müssen wir uns eventuell
auf eine einfache Grundsanierung einstellen? Wer von uns weiß
das schon.
Niemand kann heute sagen was uns
bezüglich des HKB noch ereilt. Positiv gedacht bekommen wir vom
Innenministerium vielleicht bald das o. k. und investieren rund
25 Mio. €. Brauchen wir dann den HKB Ausschuss?
Wir sagen ja, denn auch wenn immer
wieder versucht wird seitens des Oberbürgermeisters den Eindruck
zu erwecken dann sei doch alles klar. Dem ist bei weitem nicht
so. Das große Konzept mag stehen, jedoch wissen wir um die
vielen Fragen im Detail, die große Auswirkungen haben können auf
Kosten und Nutzung. Das zeigte auch die Projektbeiratssitzung
von gestern.
Sagt der Innenminister nicht bald,
dass wir investieren können, nun dann ist allemal viel zu tun zu
Fragen des HKB und erst recht ein begleitender Ausschuss
sinnvoll.
Übrigens hat der Innenminister
selbst in der Beratung mit der Stadt die Bildung einer
Arbeitsgruppe angeregt.
Was immer er mit diesem Gedanken
verbunden hat, wir denken es ist an der Zeit, dass die
Stadtvertretung selbst sich ein Gremium schafft, dass mit
anderen Pflichten und Rechten ausgestattet ist als der bisher
arbeitende Projektbeirat. Mit der Bildung des Ausschusses ist
der Projektbeirat nicht mehr nötig. Zur Frage warum dieser uns
nicht reiche als Instrument, weise ich auf den Umstand hin, dass
er im Gegensatz zu einem Ausschuss
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nicht öffentlich tagt und
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es nicht in der Hand der
Stadtvertretung liegt wann und zu welchen Fragen bzw. Inhalten
er tagt
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er vor allem dazu dient
den Informationsaustausch zu realisieren, er darüber hinaus
jedoch nicht legitimiert ist Entscheidungen zu treffen.
Wir hörten, nach dem wir den Antrag
ja frühzeitig den anderen Fraktionen und auch dem
Oberbürgermeister zur Kenntnis gegeben haben Bedenken und
Kritiken auf die ich kurz eingehen will.
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Die Laufzeit des
Ausschusses.
Hier hatten wir beantragt, dass der Ausschuss bis zur
Beendigung der Abschlussfinanzierung des Umbauvorhabens
arbeiten soll. Da die Begrifflichkeit missverständlich sein
kann, ändern wir die Formulierung in: Der Ausschuss arbeitet
bis zur Beendigung der Umbaumaßnahme.
Dieser Zeitraum scheint eineigen Stadtvertretern ein zu langer
zu sein und wir nur tagen sollten bis die Genehmigungsplanung
durch ist. Wir jedoch gehen davon aus, dass auch oder gerade
nach der Genehmigung des Vorhabens in der Bauphase wichtige
Entscheidungen zu treffen sind, die der Ausschuss begleiten
sollte. Gerade bei Umbaumaßnahme eines bereits bestehenden
Gebäudes gibt es Unwägbarkeiten die sie selbst im Bauablauf
also in der Realisierungsphase neuer Entscheidungen bzw.
Korrekturen getroffener Entscheidungen bedürfen.
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Die Anzahl der
Ausschussmitglieder.
Wir schlagen eine Besetzung mit 13 Mitgliedern vor. Der
wichtigste Grund dafür ist der damit mögliche Zuwachs an
Sachverstand von Bürgerinnen und Bürgern die nicht in der
Stadtvertretung sitzen. Jedoch ist die Zahl 13 kein Muss, auch
mit 9 Mitgliedern ist eine gute Arbeit möglich. Im übrigen
hörte ich ja auch die Kritik des Oberbürgermeisters, dass ein
Ausschuss ja wieder zusätzliche Gelder koste. Nun ich will an
dieser Stelle nicht über bisher sinnige und unsinnige
Geldausgaben der Stadt fabulieren. Aber eins sei klar gesagt,
das Finanzargument ist in keinem Falle zu akzeptieren, denn
wenn wir das zu Ende denken, kommen wir ganz schnell bei der
Frage an, dass wir die uns verfassungsmäßig gegebenen Rechte
und auch Pflichten am Gelde messen. Das wiederum widerspricht
dem uns gegebenen Auftrag nach Art. 28 GG in den steht:
Den Gemeinden muss das Recht
gewährleistet sein, alle Angelegenheiten der örtlichen
Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu
regeln.
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Die angestrebte Besetzung
des Ausschusses mit Ausschussvorsitzenden einiger ständiger
Ausschüsse. Diesen Passus streichen wir, da mit dieser
Formulierung heute eine Wahl der Ausschussmitglieder
problematisch würde, denn wir wissen heute noch nicht um die
Vorsitze der Ausschüsse. Darüber hinaus ändern wir den Antrag
so, dass eine getrennt Abstimmung in 2 Punkten möglich ist. In
Punkt 1 kann die Stadtvertretung entscheiden ob sie den
Ausschuss mit den vorgeschlagenen Inhalten will. Im Punkt zwei
kann daraus resultierend die Besetzung des Ausschusses
beschlossen werden.
Meine Damen und Herren,
soweit die wichtigsten Änderungen
unseres Antrages auf Grund bereits gegebener Hinweise.
Im Namen der Linksfraktion werbe ich
um ihre Stimmen für unseren Antrag.
Wir gehen davon aus, dass
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dieser Begleitausschuss
mit seiner Arbeit, ein ganz anderes Gewicht haben kann als der
Projektbeirat,
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vorhandene
Informationsbedürfnisse besser befriedigt werden, denn der
Beirat von den so recht niemand weiß, außer die
Stadtvertretung und Verwaltung konnte dieses nicht leisten.
Und
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damit vielleicht auch
durch mehr Öffentlichkeit und Information noch mehr Interesse
bei den Bürgerinnen und Bürgern, für den Umbau das HKB geweckt
wird
Das HKB ist für die Stadt und die
Stadtvertretung eines der wichtigsten und auch kompliziertesten
Baumaßnahmen der nächsten Jahre. Lassen sie uns dieser Maßnahme
mit dem uns möglichen Instrument eines Begleitausschusses die
notwendige Priorität beimessen.
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